[1] Das war seit dem Ausgang des 18. [12] In der durch das Christentum geprägten Gesellschaft wuchs der religiöse Hass gegen die Andersgläubigen. Die Seite bietet ein breites Spektrum an historischen Themen: Aus dem Zeitraum von der Antike bis zur Neuzeit stehten einige Artikel über die Römer, Hethiter, Normannen und Wikinger sowie den Irland- und Nahostkonflikt zur Verfügung. Die Entvölkerung führte zu Aufständen und einem Wandel der Sozialstrukturen, die das Rittertum zugunsten des Bürgertums schwächten und in der katholischen Kirche einige Reformbewegungen auslösten. Erklärtes Ziel der Kreuzfahrer war die Befreiung der heiligen Stadt Jerusalem von den Sarazenen. Objektiv feststellbar sind etwa Klimaveränderungen, die sich nachteilig auswirkten, doch dominierte in Deutschland lange Zeit auch die Ansicht, dass es zu einer politischen Krisenzeit gekommen sei. Die Vorstellung, dass auch innerhalb der aetas christiana geschichtliche Entwicklung im Sinne von Fortschritt oder Verfall stattfinden könnte, war dem christlichen Mittelalter dabei keineswegs fremd. Jahrhundert nicht, den Verlust der Königsmacht im Reich zu verhindern, stattdessen gewannen die Landesherren an Einfluss. Er bezieht sich also hauptsächlich auf den europäischen Kontinent und die Britischen Inseln. Zusammenhängend mit dieser Entwicklung ist auch die Sexualität anzusehen. In der japanischen Geschichte wird die Zeit von ca. Sowohl der Beginn als auch das Ende des Mittelalters sind Gegenstand der wissenschaftlichen Diskussion und werden recht unterschiedlich angesetzt. In Italien oder Frankreich wurde keine derartig scharfe Trennung vorgenommen. Im Zuge dieser Ausbreitung wurde der Islam in der Neuzeit mit dem Osmanischen Reich identifiziert, Türke und Muslim waren gewissermaßen Synonyme. Viele Kriege der Frühen Neuzeit waren religiös motiviert. Von Soziologen werden weniger Ereignisse als gesellschaftliche Prozesse betrachtet, mit Ausnahme entscheidender Dokumente wie dem Einsetzen der Moderne in den Schriften der Aufklärung und der Französischen Revolution 1789. und Maximilian I. stabilisierten den habsburgischen Hausmachtkomplex, den Maximilian im Westen durch Teile des burgundischen Erbes noch einmal erweitern konnte. Dieser Prozess hatte auch auf das Leben im Inneren zahlreiche Folgen, wie z. [3] Stellt man zum Beispiel den Einfluss des Islam und die Eroberung weiter Teile des einstmals römischen Gebietes durch die Araber in den Vordergrund und blickt eher auf den östlichen Mittelmeerraum als auf Westeuropa, so kann man Mohammeds Hidschra (622) oder den Beginn der arabischen Expansion (ab 632) als Ende der Spätantike und Beginn des Mittelalters sehen. Die Reformation brachte einen klaren Bruch der Todes- und Jenseitsvorstellungen, was eine starke Mentalitätsveränderung bedeutete. Die erste Epoche der Ausbreitung des Islam fällt ins frühe und hohe Mittelalter, wo im Süden der Iberischen Halbinsel Staaten der Araber bestanden. Ansonsten sei auf die Angaben im Lexikon des Mittelalters, den einschlägigen Bänden der Reihe Oldenbourg Grundriss der Geschichte (Bd. Jahrhunderts ein wesentlicher Antrieb für die verstärkte philologische und historische Beschäftigung mit dem Mittelalter. Nach Lockerung des Zinsverbots der katholischen Kirche verloren sie an wirtschaftlicher Bedeutung. Sie sollte außerdem nicht allein Gott, sondern auc… In der Geistesgeschichte bedeutet die Kopernikanische Wende nicht nur das Ende des geozentrischen Weltbildes nach Claudius Ptolemäus (ca. Diese auch heute noch gängige Dreiteilung der (europäischen) Menschheitsgeschichte stammt aus einer Zeit, als man von der 3. Jahrhundert v. In der Phase um 1500 erfolgte ein Individualisierungs­prozess auf der Grundlage breiterer Bildungschancen und höherer Alphabetisierungsraten. Als Zeitgeschichte wird die jüngste Geschichte bezeichnet, zu der es noch Zeitzeugen gibt.[2]. 600 n. Chr. Im Laufe der Kreuzzüge entwickelte sich wieder der Fernhandel mit der Levante, von dem insbesondere die italienischen Stadtstaaten profitieren konnten, vor allem die Republik Venedig. Aus dem mächtigsten von ihnen, dem Fürstentum Moskau, sollte sich später das russische Zarenreich entwickeln. Es vollzog sich eine Umformung des antiken römischen Erbes, doch trotz zahlreicher Brüche sind ebenso viele Kontinuitätslinien zu erkennen. Jahrhunderts als entscheidende Zäsur des als Mittelalter bezeichneten Jahrtausends. Der Nationalökonom und Soziologe Ferdinand Tönnies urteilte,[3] dass die Wurzeln der Neuzeit viel weiter ins Mittelalter zurückreichen; für ihn war der Beginn des lombardischen Fernhandels bereits frühneuzeitlich (vgl. Europa erlebte nach Ansicht der älteren Forschung ab ca. B. die Herrschaft der Pallava). (German Edition) [Heussi, Karl] on Amazon.com. So gab es sowohl im Mittelalter als auch in der Neuzeit Phasen der relativen Toleranz, die zur Entfaltung und Blüte der jüdischen Kultur führten (z. Die Staaten der Neuzeit waren somit ständig mit der Neudefinition ihres Herrschaftsraumes und mit Abgrenzungen gegenüber Nachbarn beschäftigt. Dadurch entstand im 19. Im Frühmittelalter bildete sich im Wesentlichen die politische Grundordnung späterer Zeiten heraus. Sie reicht bis in die Gegenwart. Altertum, Mittelalter Und Neuzeit in Der Kirchengeschichte. Eine dezidiert positive Neubewertung, zum Teil verbunden mit nostalgischer Verklärung und mit dem Bedürfnis nach Bestimmung der eigenen christlichen oder nationalen Wurzeln und Identität, kam erst in der Zeit der ausgehenden Aufklärung und besonders in der Romantik auf. Die Rückeroberung der von den Mauren eroberten Gebiete auf der Iberischen Halbinsel durch die benachbarten christlichen Königreiche wurde im Hochmittelalter weiter vorangetrieben. 1453 fiel Konstantinopel an die osmanischen Türken, während im römisch-deutschen Reich der Buchdruck mit beweglichen Lettern erfunden wurde. 1600 (Kamakura-, Muromachi- und Azuchi-Momoyama-Zeit) als Japanisches Mittelalter bezeichnet. Jahrhundert eine neue Religion, die sich infolge der arabischen Eroberungen in West- und Mittelasien, Nordafrika und auch in Teilen Südeuropas ausbreitete, bevor christliche Herrscher die Rückeroberung in Spanien (Reconquista) und Süditalien/Sizilien einleiteten. Einige Beispiele: Die Soziologie führt die Debatte um eine Analyse dieser Prozesse meist mit dem Begriff der „Moderne“, auch „reflexive Moderne“ usw. Es kam zu einer neuen kulturellen und wissenschaftlichen Entfaltung, wobei Bildung nun nicht länger ausschließlich dem Klerus vorbehalten war. Mit dem Ende der Völkerwanderung, das traditionell mit dem Einfall der Langobarden in Italien im Jahr 568 verbunden wird (allerdings wird in der neueren Forschung auch teils die Zeit danach in die Betrachtung zumindest als Ausblick eingeschlossen),[6] begann zumindest in West- und Mitteleuropa endgültig das Frühmittelalter. Siehe einführend Ulf Dirlmeier, Gerhard Fouquet, Bernd Fuhrmann: Judenvertreibungen und Pogrome des Spätmittelalters, hier (erstellt vom Historischen Seminar der Uni. Im Jahre 1291 fiel Akkon, die letzte Festung der Kreuzfahrer im Nahen Osten, die Autorität des Papstes schwand im Zuge des sogenannten Abendländischen Schismas. Unterschiedlich war, dass der Körper in der Kunst als nackter Körper zunehmend ohne Vorwand dargestellt und von der Wissenschaft (Anatomie) untersucht wurde. Im Norden Europas folgt der Völkerwanderungszeit die „germanische Eisenzeit“, die in Schweden durch die Vendelzeit (650–800) abgelöst wird. Jeanne d'Arc wurde 1431 von den Engländern zum Tode verurteilt, doch Frankreich konnte den Krieg 1453 siegreich beenden. Mittelalter bezeichnet in der europäischen Geschichte die Epoche zwischen dem Ende der Antike und dem Beginn der Neuzeit, also etwa die Zeit zwischen dem 6. und 15. Altertum, Mittelalter und Neuzeit in der Kirchengeschichte. Ein Periodensystem für die Geschichtsschreibung zur christlichen Epoche ergab sich jedoch aus dieser Vorstellung nicht. war gebildet und gilt als einer der bedeutendsten mittelalterlichen Kaiser, doch geriet er in Konflikt mit dem Papsttum. Sie wurden beschuldigt, die Brunnen vergiftet zu haben, um alle Christen auszurotten. Es entstanden neue bürokratische Institutionen. Jahrhundert eine moderne und bis heute populäre Rezeption des historischen Mittelalters, die im Großen und Ganzen eher auf dem romantischen Zeitgeist als auf historischen Quellen basiert. Aus der westlichen Hälfte entstand das spätere Frankreich, während sich aus der Osthälfte das Ostfrankenreich und daraus erst im Hochmittelalter das später sogenannte „Heilige Römische Reich“ entwickelte. Bonn), Tutorium des Historisches Seminar der Universität Tübingen, Abteilung für Mittelalterliche Geschichte, Gemeinfreie historische Bücher über das Mittelalter, https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Mittelalter&oldid=204102683, „Creative Commons Attribution/Share Alike“. in der Astronomie, sondern auch das Ende seiner im Wesentlichen auf Aristoteles (4. Im Frühmittelalter kam es kaum zu gewaltsamen Übergriffen gegen Juden, die bereits im Frankenreich eine durchaus privilegierte Sonderstellung genossen, wenngleich sie rechtlich eingeschränkt waren. It was published by Scriptor and has a total of 208 pages in the book. Das Frankenreich war das bedeutendste germanisch-romanische Nachfolgereich im Westen. Mittelalter bezeichnet in der europäischen Geschichte die Epoche zwischen dem Ende der Antike und dem Beginn der Neuzeit, also etwa die Zeit zwischen dem 6. und 15. Jahrhundert nach dem kanonischen Recht verboten, Geld gegen Zinsen zu verleihen. B. im Werk Max Webers). deren faktischen Entmachtung bis zur Wiedervereinigung Chinas unter der Sui- und Tang-Dynastie im späten 6./frühen 7. Die Juden waren im mittelalterlichen Europa eine Minderheit mit eigenen Traditionen, eigener Kultur, Sprache und Religion. In einer für die Zukunft Europas bestimmenden Weise habe eine diesseitsorientierte Wahrnehmung des einzelnen Menschen und seines besonderen Eigenwertes die mittelalterliche Tradition kollektiver und jenseitsorientierter Muster des Selbst überwunden. 1300 eine gewisse Krisenzeit. Es ist sowohl von Kontinuitäten als auch vom Wandel im politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Bereich gekennzeichnet. Der Kulturhistoriker Egon Friedell sah beispielsweise die Pestpandemie seit 1348 als „Inkubationszeit der Neuzeit“ an. Ideengeschichtlich bestimmten einige historisch arbeitende Philosophen wie Wilhelm Kamlah und Jürgen Mittelstraß den Beginn der Neuzeit sehr viel später auf die Zeit um 1600. Die Islamische Expansion hatte auch für Byzanz dramatische Folgen, da weite Teile des Reiches (so Syrien, die Kornkammer Ägypten und Karthago) an die Araber fielen. Jahrhundert den Franzosen wieder Hoffnung, die bei Orleans 1429 einen Sieg errangen und in die Offensive gingen. Diese Seite wurde zuletzt am 22. Doch forderten auch die neuen konfessionellen Gemeinschaften die Disziplinierung des Sexualtriebes, teilweise verschärften sie diese asketische Haltung gegenüber dem Mittelalter sogar. In der modernen Forschung, die sich auch neuer Fragestellungen und Methoden bedient, wird wesentlich differenzierter geurteilt. Angesichts der reformatorischen Herausforderung bemühte sich die katholische Kirche um eine neue Definition der Sexualität. Jahrhundert. Seit dem späten 7. Das Hochmittelalter war eine Epoche der Auseinandersetzung zwischen weltlicher (Kaisertum/Imperium) und geistlicher (Papst/Sacerdotium) Universalgewalt im Investiturstreit. Der Tod war auch in der Neuzeit nicht nur eine Grundkonstante des Lebens, sondern ähnlich wie im Mittelalter religiös und kulturell allgegenwärtig. Mit dem humanistischen Begriff der aetas obscura verwandt, aber in der Bedeutung abweichend ist der besonders in der englischsprachigen Geschichts- und Frühgeschichtsforschung etablierte Begriff der „dunklen Jahrhunderte“ (Dark Ages), worunter allgemein Perioden fehlender oder in der Forschung noch nicht aufgearbeiteter schriftlicher bzw. für diese Territorien in Lehnsbindung zum französischen Königtum standen, was aber wiederholt zu Kampfhandlungen mit den französischen Königen führte. Zwar gab es auch im Mittelalter Nationen mit festen Staatsgrenzen, die Staatsgebiete voneinander abgrenzten, die Grenzen waren aber mehr oder weniger fließend und es erfolgte eine geringere Abgrenzung nach außen. Das Ende dieser Rückeroberung, die Einnahme von Granada 1492, kann als Epochenjahr des Beginns der Neuzeit gesehen werden, weil der Auftrag an Christoph Kolumbus unmittelbar damit zusammenhängt. die politische Stellung Frankreichs im lateinischen Europa. Mangels Zäsur ist dort eine Unterscheidung zwischen frühem und späteren Mittelalter nur schwer zu fassen; das Sultanat breitet sich zwar zeitweise auch hier aus aus, die Herrschaft wurde jedoch wieder abgeschüttelt. Kunst und Wissenschaften befanden sich im Spätmittelalter im Aufbruch. Diese Machtstellung war während der Herrschaft der Salier durch den Investiturstreit und Konflikte zwischen Königtum und den Großen (so durch Missachtung der konsensualen Herrschaftspraxis seitens des Königtums) erschüttert worden. Das anschließende Hochmittelalter war gekennzeichnet durch den Aufschwung von Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur. B. neben dem traditionellen Bäcker von Brot, auch Bäcker von Kuchen, Zuckerwerk, Oblaten oder Pasteten. So entstanden z. Jahrhundert). Im Laufe des späteren Mittelalters drang im Südosten Europas ein anderer islamischer Staat vor, das Osmanische Reich. Im Zusammenhang mit der zunehmenden Säkularisierung der Welt wurde der Tod nicht mehr als Übergang in ein anderes, besseres Leben gesehen, sondern als Ende des Daseins. Von großer Bedeutung für das „christliche“ Europa waren die Juden. die damalige Erfindung der Doppelten Buchführung). Während im Mittelalter die Höfe die Zentren für die administrativen Aktivitäten der zahlreichen Adeligen Herren darstellten, verlagerte sich in der Frühen Neuzeit die Macht auf wenige, meist städtische Orte.