Von etwa 1100 bis 1250 verzehnfachte sich die Zahl der Stadtrechte in Europa, eine Entwicklung, die sich im Spätmittelalter zunächst fortsetzte, dann aber durch die demographische Katastrophe infolge der Großen Pest unterbrochen wurde. Rudolfs Nachfolger, Adolf von Nassau und Albrecht I., standen im Konflikt mit den Kurfürsten, die 1308 den Luxemburger Heinrich VII. Das europäische Mittelalter begann in traditionellen Betrachtungen mit dem Ausklang der Völkerwanderungszeit um das Jahr 568 mit dem Einfall der Langobarden in Italien. Alle Autoren weisen umfangreiche Kenntnisse über ihren jeweiligen Gegenstand auf und vermitteln diese anschaulich und unterhaltsam. Februar 2017. von JSachers. Sowohl der Beginn als auch das Ende des Mittelalters sind Gegenstand der wissenschaftlichen Diskussion und werden recht unterschiedlich angesetzt. Die Kathedralschulen, die sich besonders stark in Frankreich entwickelten, beschränkten den Unterrichtsstoff auf die sieben „freien Künste“, deren Erlernen schon im alten Rom für freie Bürger charakteristisch war, das Trivium (Grammatik, Logik, Rhetorik) und das Quadrivium (Arithmetik, Astronomie, Geometrie, Musik). Dadurch setzten die Fürsten ihre Forderung nach mehr Beteiligung der Reichsstände durch. Städte wie Innsbruck, Frankfurt, Hamburg, Brügge, Gent und Oxford nahmen erst jetzt einen Aufschwung. Je nachdem, wie offen die jeweiligen Gelehrten und Mäzene in den europäischen Kulturzentren der neuen Entwicklung gegenüberstanden, breitete sich die Renaissance in den europäischen Regionen unterschiedlich schnell aus. Im 15. Auch die übrigen Balkanländer wie Bosnien, Kroatien, Serbien, Albanien (siehe Skanderbeg) und Bulgarien wurden Teil des Osmanischen Reiches. Broschiert, 200 S., über 250 Abb. Stadtbild und Ökonomie „Zwischen Hauswirtschaft und Fernhandel“ werden in zwei Beiträgen anschaulich beschrieben. Die Kreuzzüge schufen die Voraussetzung für kulturelle und wirtschaftliche Kontakte mit Byzanz und den weiter östlich gelegenen islamischen Gebieten. Das schwächte den niederen Adel und Großgrundherrschaften entstanden. Es endete mit der Renaissance zwischen der Mitte des 15. amtierte nur knapp ein Jahr, und der darauffolgende Clemens V. konnte sich gegen den französischen König in vielen Fragen nicht behaupten; es war der Beginn des sogenannten Avignonesischen Papsttums. In England trug Geoffrey Chaucer mit seinen Canterbury Tales dazu bei, Englisch als Literatursprache zu etablieren. Erschienen 2016 im Infoverlag Bretten (Lindemanns Bibliothek 277). Die größten Finanziers bezahlten sogar die Kriege der Herrschenden. Viele bildungshungrige Europäer lernten arabische Mathematik, Astronomie, Medizin und Philosophie kennen, in den Bibliotheken des Orients lasen sie erstmals die griechischen Klassiker wie Aristoteles (im Mittelalter sehr häufig „der Philosoph“ genannt) im Originaltext. Die größten Metropolen mit etwa 100.000 Einwohnern waren Paris, Venedig und Mailand. Jahrhunderts. Sowohl der Beginn als auch das Ende des Mittelalters sind Gegenstand der wissenschaftlichen Diskussion und werden recht unterschiedlich angesetzt. Ferner begannen mehr und mehr englische Wollhändler, zum Schaden der holländischen Tuchmanufakturen statt Wolle Kleidung zu exportieren. (1310–13) stellte den letzten ernsthaften Versuch dar, den Reichsrechten in Ober- und Mittelitalien gegenüber den Kommunen, dem Papst und dem König von Neapel (siehe Robert von Anjou) wieder Geltung zu verschaffen, womit Heinrich aber, auch bedingt durch seinen frühen Tod, scheiterte. Seine Göttliche Komödie, in italienischer Sprache geschrieben, beschreibt zwar eine mittelalterlich-religiöse Weltsicht, in der er auch verankert war (siehe Monarchia), bedient sich aber dazu eines Stils, der auf antiken Vorbildern basiert. Versuche der Landbesitzer, die Löhne gesetzlich zu begrenzen – wie mit dem englischen Statute of Labourers 1351, waren zum Scheitern verdammt. Das kältere Klima reduzierte die Ernten; Hungersnot, Seuchen und Bürgerkriege folgten. Die wichtigsten Ereignisse waren die Große Hungersnot 1315–1317, der Schwarze Tod, und der Hundertjährige Krieg. Als die Osmanen im Jahr 1453 Konstantinopel eroberten, rief Papst Calixt III. Jahrhundert nahm die Bedeutung der Champagnemessen für den Nord-Süd-Handel ab. Jahrhundert angesiedelt und somit der Übergang in die Neuzeit. Im christlichen Heer, das im Jahr 1456 das osmanische Heer in der Schlacht bei Belgrad besiegte, befand sich auch eine große Zahl an Kroaten, die der Franziskaner Johannes von Kapistran anführte. In Osteuropa andererseits gab es nur wenige große Städte mit einem lebendigen Bürgertum, um den Großgrundbesitzern Paroli zu bieten. dazu die Beiträge von Walter Buckl (Hrsg. Mittelalter bezeichnet in der europäischen Geschichte die Epoche zwischen dem Ende der Antike und dem Beginn der Neuzeit, also etwa die Zeit zwischen dem 6. und 15. Frauenbild und Frauenrolle im Übergang vom Mittelalter zur frühen Neuzeit Sie stellt die Endphase des Mittelalters dar, auf welche die Frühe Neuzeit folgt. Der Beginn vom Ende, sozusagen. Als die Bevölkerung Europas auf die Hälfte abnahm, wurde reichlich Land für die Überlebenden verfügbar, und in der Konsequenz wurde die Arbeit teurer. mittelalterliche Fatsnachtsbräuche recht detailliert beschrieben, doch wie es während der „fünften Jahreszeit“ in Bretten zugegangen ist, erfährt man leider nicht. 1495 wurde auf dem Wormser Reichstag eine Reichsreform beschlossen, die unter anderem jegliche Art von Fehde verbot (Ewiger Landfrieden) und eine jährliche Einberufung des Reichstags, eine Reichssteuer und ein vom König unabhängiges Reichskammergericht einführte. Nach dem Tod des Stauferkaisers Friedrich II. Politisch war Italien nach dem Neapelfeldzug Karls VIII. Nachdem das christliche Heer von den Türken in der Schlacht bei Mohács im Jahre 1526 aufgerieben worden war, kam auch das Königreich Ungarn unter osmanische Fremdherrschaft, und die Osmanen bedrohten nunmehr auch das übrige Europa. – entstanden ein neues Welt- und Menschenbild, ein verändertes Verständnis von Natur und Universum, die westliches Denken und Wissenschaft noch heute beeinflussen. In den Städten entwickelten sich auch Handwerker- und Händlerzünfte, die entscheidenden Einfluss auf das Wirtschaftsleben gewannen. Vor allem Genua und Venedig verdankten ihren Aufstieg dem blühenden Ost-West-Handel. Die Entdeckung der Fluchtpunkt-Perspektive (Zentralprojektion), die Brunelleschi zugeschrieben wird, war ein wichtiger Schritt zu optisch realistischen Darstellungen. Einige sehen in der Erfindung des Buchdrucks - ungefähr im Jahre 1450 - den Punkt, an dem das Mittelalter zu Ende ging. Auch über den islamisch besetzten Teil Spaniens kamen viele Impulse besonders nach Frankreich. Die Reformationszeit liegt genaugenommen nicht mehr im Spätmittelalter, doch sie beendete die Einheit der Westkirche, die eines der wichtigsten Merkmale des Mittelalters gewesen war. Eine generelle zeitliche Eingrenzung des Übergangs vom Spätmittelalter in die Renaissance ist nicht möglich, da letztere wesentlich aus der kulturphilosophischen und kunstgeschichtlichen Entwicklung heraus definiert ist. Das Interregnum endete erst 1273 mit der Wahl Rudolfs von Habsburg zum König. Luther wurde vom Reichstag zu Worms (1521) aufgefordert, seine als Häresie verurteilten Ansichten zu widerrufen. Fortan konnten zunehmend selbst die mächtigen Bürgerschaften den Universitäten keine Vorschriften mehr machen. Deren erste entwarf der Oxforder Professor John Wyclif in England. Die neu erwachte Geldwirtschaft war noch jung, in Oberitalien entstanden die ersten banche, die Stuben der italienischen Geldwechsler und Kreditverleiher, schließlich die großen Handelskompanien – Gesellschaften, die internationalen Handel und Produktion im großen Stil finanzierten, und dafür vom Staat oftmals besondere Privilegien und Monopole erhielten. Die rasanten Fortschritte auf dem Gebiet der Kartografie, Geografie und Navigation waren der Schlüssel zu den Entdeckungsreisen in dieser Zeit. „Bollwerk der Christenheit“, wörtlich „Vormauer“), weil sie gegen die Ausbreitung des Osmanischen Reiches gen Europa Widerstand leisteten. Daher gelang es diesen dort, die Landbevölkerung in noch stärkere Unterdrückung zu zwingen. Im Spätmittelalter traten in ganz Europa aus ähnlichen Gründen Judenverfolgungen auf, viele Juden wanderten nach Ostmitteleuropa aus. Der Themenbereich der Kleidung wird in zwei ganz unterschiedlichen Aufsätzen aufgegriffen: Matthias Goll schildert in aller gebotenen Kürze die Veränderungen, welche die Körperrüstung aus Metall vom 14. bis zum 16. Im frühen und hohen Mittelalter war elementare Bildung, wie Lesen, Schreiben und Rechnen, nur einem kleinen Kreis von Menschen zugänglich. Mit den Kreuzzügen bekam das christliche Abendland Kontakt zur Geisteswelt des Islams. Stattdessen wurde der Seeweg zwischen Flandern und Italien bevorzugt. Dass Stifter zumindest in der süddeutschen Wandmalerei des Spätmittelalters noch eine größere Rolle spielten als die ausführenden Künstler, ist an einem kunsthistorischen Beitrag über entsprechende Werke mehrerer Kirchen und Kapellen im Kraichgau ablesbar: Letztere blieben nämlich namenlos. an unerwarteten Stellen zu finden sind. Randschlag, Bosse, Ehrenzeichen: Steine prägen Gebäude Schließlich trat Philipp der Gute, der mächtige Herzog von Burgund, nach der Ermordung seines Vaters durch Anhänger der Valois auf die Seite Englands, auch wenn das Bündnis einige Jahre später wieder zerbrach. Mai 1291 nahmen moslemische Armeen Akkon, die letzte christliche Festung im Heiligen Land, ein. Leider bleibt der Autor die Antworten schuldig, bietet aber immerhin Anreiz zu eigenen Nachforschungen. Nach dem Fall Konstantinopels standen die von ihm einst beherrschten Teile Südosteuropas fest unter türkischer Kontrolle und blieben es bis zur gescheiterten zweiten türkischen Belagerung Wiens 1683 und der Schlacht am Kahlenberg. Seit dem frühen 14. Weit im Osten verlor die Goldene Horde 1380 die Schlacht auf dem Kulikowo Pole (Schnepfenfeld) und musste die Vorherrschaft des Großfürstentums Moskau als Regionalmacht anerkennen, der auch die niedergehende Kiewer Rus weichen musste. Die Kirchenspaltung war eine ebenso politische wie religiöse Angelegenheit; während England den römischen Papst unterstützte, stellten sich seine Kriegsgegner Frankreich und Schottland hinter den Papst in Avignon. Unter dem Schutz Friedrichs des Weisen von Sachsen konnte er sich zurückziehen und unter anderem eine vollständige Neuübersetzung des Neuen Testaments ins Deutsche anfertigen, die 1534 um eine Neuübersetzung des Alten Testaments ergänzt wurde. Die 1254 gegründete Vereinigung norddeutscher Kaufleute baute an Ost- und Nordsee ein regelrechtes Imperium unter den Augen verschiedener lokaler Herrscher auf und erkämpfte sich diesen gegenüber Eigenständigkeit und Macht – falls nötig mit Waffengewalt. [3], Siehe auch: Geschichte Spaniens, Geschichte Italiens, Geschichte Portugals, Republik Venedig, Venezianische Kolonien, Genua, Republik Genua, Genueser Kolonien, Geschichte Pisas und Kirchenstaat. Infolge der Glaubenskrise entstanden vermehrt Bettelorden und apostolische Gemeinden, die sich dem einfachen Leben widmen wollten. B. wenn es darum ging, Preise und billigere Wegezölle zu vereinbaren. Jahrhunderts langsam die Küste Afrikas erforscht und 1498 fand Vasco da Gama den Seeweg nach Indien. Je nach Situation nutzte man öffentliche Räume für Vorlesungen: In Italien waren es oft die Stadtplätze, in Frankreich Kreuzgänge in Kirchen und in England fanden die Vorlesungen nicht selten an Straßenecken statt. Mit dem Tod König Sigismunds 1437 ging die Königswürde von den Luxemburgern dauerhaft an die Habsburger über. Dennoch hatten seine Anhänger, die Hussiten, viel größere politische Auswirkungen als die Lollarden. Manche Forscher setzen auch den so genannten Thesenanschlag Martin Luthers im Jahr 1517 an. Siehe einführend Ulf Dirlmeier, Gerhard Fouquet, Bernd Fuhrmann: Vgl. und Clemens VI.). erschüttert. B. Bessarion), wie auch bereits vorher byzantinische Kodizes nach Europa gelangt waren (etwa durch Giovanni Aurispa). Und bald gab es schon die ersten Studentenunruhen: Auch wenn eine Universität der Stolz einer Stadt war, gab es doch häufig Streitigkeiten mit den in Bünden organisierten Studenten wegen zu hoher Preise für Kost und Logis und Kritik wegen zu viel Schmutz auf den Straßen oder betrügerischer Gastwirte. vergeudete den Vorteil. Jahrhundert zur bedeutendsten politischen Kraft in Westeuropa. Hus sammelte in Böhmen zahlreiche Anhänger und als er 1415 wegen Häresie verbrannt wurde, verursachte dies einen Volksaufstand. Mit der Rückkehr des Papsttums nach Rom 1378 wurde diese Stadt ein weiteres Mal politische und kulturelle Metropole. Titelbild „Um 1500“ (c) Infoverlag Bretten. Im Gefolge dieser Umwälzungen – oder als ihr Wegbereiter? Sie stellt die Endphase des Mittelalters dar, auf welche die Frühe Neuzeit folgt. Im Norden bestand die wesentliche Entwicklung jener Jahre im enormen Wachstum des litauischen und dann polnisch-litauischen Königreichs. Die Gewinner waren Händler und Handwerker, Bankiers und Ratsherren, die im Schutz der sich entwickelnden Städte ein zunehmend freies, von weltlichen und kirchlichen Obrigkeiten unabhängigeres Leben führen konnten. Allerdings erfolgten all diese Veränderungen nicht von heute auf morgen, nicht einmal innerhalb einer Generation, und viele Aspekte des Lebens blieben noch lange Zeit unberührt. ISBN 978-3-81190-936-5. [2] Die moderne Forschung hat neue Quellen erschlossen, neue Fragestellungen entwickelt und ist zu einer deutlich positiveren Bewertung dieser Zeit gelangt. Wyclif sprach sich dafür aus, die Bibel als einzige Autorität in religiösen Fragen zu betrachten und lehnte Transsubstantiation, Zölibat und Ablässe ab. 1415 erneuerte jedoch Heinrich V. den Krieg; er vernichtete in der Schlacht von Azincourt am 25. Zu einem Kampf zwischen Karl und Ludwig kam es nicht mehr, da letzterer kurz darauf verstarb. Wandmalerei im Kraichgau Das Ergebnis der Verteidigungsbemühungen der Kroaten im 15. Als Spätmittelalter wird der Zeitraum der europäischen Geschichte von der Mitte des 13. bis zum Ende des 15. oder Anfang des 16. Jahrhunderts bezeichnet (also ca. Um 1300 breiteten sich Hungersnöte und Seuchen wie die große Hungersnot 1315–1317 und der Schwarze Tod 1347–1353 aus und reduzierten die Bevölkerung auf etwa die Hälfte. Knapp 30 Jahre darauf griff auch Kaiser Karl V. in Italien ein; es begann ein jahrzehntelanger Kampf zwischen den Häusern Valois und Habsburg um die Vorherrschaft in Europa. Norwegen andererseits verlor seinen Einfluss und blieb mit Dänemark bis 1814 vereinigt. Besonders bekannt waren zu jener Zeit die jährlichen Champagnemessen in der französischen Champagne. Jahrhundert. Gutenbergs Druckerpresse machte nicht nur die protestantische Reformation möglich, sondern trug auch zur Verbreitung des Wissens bei und damit zu einer Gesellschaft mit mehr Lesekundigen. Martin Luther, ein deutscher Mönch, löste die Reformation durch seine zahlreiche theologische Fragen betreffende Position aus. Jahrhundert ein Oberzentrum, strategisch günstig am Schnittpunkt mehrerer bedeutender Handelswege gelegen, wirtschaftlich und politisch also keineswegs unbedeutend, was sich etwa im bereits 1148 erwähnten Markt- und Münzrecht, der durchaus modernen Stadbefestigung, dem repräsentativen Rathaus und verschiedenen anderen Faktoren niederschlug. Obwohl die Westkirche lange gegen häretische Bewegungen gekämpft hatte, entstanden im Spätmittelalter innerkirchliche Reformbestrebungen. zum Kaiser gekrönt, starb jedoch schon im August 1313. Für die Griechen begann eine bis zu Beginn des 19. 1250 bis 1500). Die spanischen Herrscher begegneten dieser Herausforderung, indem sie Kolumbus’ Expedition unterstützten, der einen westlichen Seeweg nach Indien suchte – er entdeckte Amerika im selben Jahr, in dem Granada fiel. Frankreich entwickelte sich unter den Kapetingern im 13. Obwohl sie einflussreiche Freunde in der englischen Aristokratie hatte, etwa John of Gaunt, wurde Wyclifs Partei, die Lollarden, letztendlich unterdrückt. Auch das Selbstverständnis und das gesellschaftliche Ansehen des Künstlers wandelte sich am Übergang vom Spätmittelalter zur Renaissance. Während Englands Aufmerksamkeit so abgelenkt war, gelangte Irland unter seiner formalen Oberherrschaft zu einer praktisch weitgehenden Unabhängigkeit. Auch hier ließen sich interessante Fragen anschließen: Wann wurden diese Veränderungen in Deutschland spürbar? Andere Förderer des Italienischen waren Francesco Petrarca, dessen Canzoniere als erste moderne Gedichte gelten, und Giovanni Boccaccio mit seinem Decamerone. Die Pest bewirkte nicht nur Bevölkerungsverlust, sondern auch Preisverfall des Getreides und der Böden. Neue Fertigungsmethoden verbreiteten sich, vor allem bei Stoffen, Geweben und Metallen. Eine kleine Stadt zählte meist rund 2500 Einwohner, eine bedeutende Stadt rund 20.000. Die folgenden Hussitenkriege endeten zwar nicht mit der nationalen oder religiösen Unabhängigkeit Böhmens, aber Kirche und deutscher Einfluss wurden geschwächt. Zwischen Fest und Fasten Der Italienzug Heinrichs VII. Geradezu erstaunlich wirken jedoch die von ihnen geschaffenen komplexen Bildprogramme, die nun gerade nicht in den Kathedralen und Hauptkirchen, sondern überweiegend vergleichsweise kleinen und „provinziellen“ Gotteshäusern bzw. Das 14. Genau, der Massenbuchdruck. Jahrhundert waren 30 Kriegszüge und 70 zerstörte Städte. Kompass, Astrolabium und Sextant erlaubten gemeinsam mit weiterentwickeltem Schiffbau das Bereisen der Weltmeere. Heutige Millionenstädte wie London und Genua brachten es auf 50.000 Einwohner. Das Byzantinische Reich hatte Südosteuropa politisch und kulturell über Jahrhunderte dominiert. fiel 1494 in Italien ein, womit das bis dahin dort herrschende Mächtegleichgewicht empfindlich gestört wurde.