Die Erklärung findet sich bei Plutarch: Lykurg habe die Frauen dazu angehalten, „damit die in kräftigen Körpern gezeugte Leibesfrucht gut gedeihe, sie selbst aber für die Geburt kräftig wären und die Wehen leicht und gefahrlos überstehen könnten“. Dieser für andere Poleis unübliche Umgang mit dem Körper sowie die anscheinend allgemein größere Selbständigkeit der Frauen in Sparta, führte zu Urteilen, dass die Spartanerinnen zügellos gewesen seien, dass durch die lange Abwesenheit der Männer in Kriegen sexuelle Freizügigkeit an der Tagesordnung gewesen sei, sogar vom Staat unterstützt wurde, um nur genügend Knaben, die als Soldaten dienen … Dabei ist besonders von Interesse, worin die Besonderheiten bezüglich ihrer Sozialisierung und ihres gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Status im Vergleich zu anderen griechischen Poleis lagen; hierfür sollen Vergleiche mit der Polis Athen gezogen werden. Während die Männer Krieg spielten, managten die Frauen die "profanen" Dinge des täglichen Lebens. Die Frauen in Sparta besaßen mehr Freiheit als in anderen griechischen Staaten. Sie gelten im Vergleich zu den Frauen anderer Orte - hauptsächlich Athens - als ungewöhnlich frei1 und zumindest wirtschaftlich2 - wenn nicht gar politisch - einflussreich. Sie lebten ebenfalls wie ihre Brüder in Baracken. Auf dem Bild von Edgar Degas (1834-1917) siehst du spartanische Mädchen im Rock. Diese Gegensätzlichkeit wird aber mittlerweile häufig angezweifelt, es scheint eher so zu sein, dass hier die Spartanerinnen auf den Endpunkt der Skala des Schicklichen oder Möglichen geschoben wurden, was einerseits häufig übertrieben gewesen sein dürfte, andererseits dürften die Bürgerinnen anderer Poleis selbst nicht immer am gegenüberliegenden Ende der Skala aufzufinden gewesen sein. Trotzdem lebten die spartanischen Frauen vielleicht ein bisschen besser als die Frauen in Athen, wenn sie allerdings auch immer wieder ihre Talente und Fähigkeiten unter Beweis stellen mussten und das ging nicht ohne Anstrengung. Sogar an Sportveranstaltungen nahmen die Spartanerinnen teil. Bisher sind in der Forschung mit Xenophon, Aristoteles und Plutarch drei antike Autoren bekannt, die über die Frau in Sparta berichteten. In Sparta trieben auch die Frauen Sport, sie maßen sich sogar, knapp bekleidet, in eigenen Wettkämpfen. Krater von Vix. So wird über spartanische Frauen zumeist im Gegensatz zu den anderen Bürgerinnen griechischer Poleis berichtet. Ansonsten schien für den Betrachter die spartanische Gesellschaft eine Männergesellschaft zu sein. Dort besorgte sie gemäß einiger Quellen die Aufsicht über die Wirtschaft und sorgte sich um die Stützung der lakedaimonischen Staatsordnung. Dorische Mode war ohnehin weniger darauf bedacht, den Körper zu bedecken wie ionische. 2 Rollenbild und Erziehung der Frau in Athen und Sparta Zunächst ist anzuführen, dass die Quellenanzahl zu dem Themenkomplex der spartanischen Frau gering ist. Die Spartanerinnen mussten mit 18 Jahren einen Test bestehen, bevor sie heirateten. So erhielten auch Mädchen ab dem Alter von sieben Jahren Unterricht. Sie mussten anders als die Athenerinnen sich auch nicht den ganzen Tag im Haus aufhalten. Teil 2: Die kaltherzige Sachwalterin des Staates, Teil 3: Gorgo – Nachrichten über eine Spartanerin, Von den Anfängen bis zum Ende der Hegemonie, Freigelassene, Angesiedelte, Minderberechtigte, Gorgo – Nachrichten über eine Spartanerin. Auch wenn die Frauen bei den Spartanern sehr viel mehr Freiheiten hatten als die Frauen, die Athen lebten, waren Jungs und Mädchen trotzdem nicht gleich gestellt. Das war ja für die Spartaner das Wichtigste. Sie hatten zumindest eine Chance auf Bildung, auch wenn am Ende ihr wichtigster Sinn und Zweck darin bestand, möglichst viele gesunde Spartaner zu gebären, die das Land verteidigen könnten. Sparta beherrschten Frauen das Stadtbild. Während die Mädchen und Frauen in Athen und den weiteren griechischen Städten kaum Freiheiten hatten, wuchsen die spartanischen Mädchen sehr viel freier auf. Die Frauen hielten sich (übrigens genauso wie in den anderen Poleis) vorwiegend zu Hause auf, was bei den Lakedaimoniern möglicherweise vor allem der landwirtschaftliche Hof auf dem staatlichen Klaros war. Aber sie lernten Lesen und Schreiben, machten Gymnastik und trainierten Leichtathletik. Auch bei den Spartanern standen die Männer in der Hierarchie - also in der Werteordnung - über den Frauen. Diese Behandlung hatte gute Gründe, sahen doch die Spartaner in den Frauen und Mädchen die Mütter zukünftiger tapferer Krieger. Die vorliegende Arbeit widmet sich den Umständen, unter denen die Frauen im Sparta der archaischen und klassischen Zeit lebten. Thron des Apollon Hyakinthos – das Amyklaion, Von den Perserkriegen bis zum offenen Bruch, Organisation des lakedaimonischen Heeresaufgebots, Kriegsbeschluss und Feldzugsvorbereitungen, Impressum – Haftungsausschluss – Datenschutz. Ein Großteil der Ländereien gehörte ihnen. Konnte Kinder von mehreren Vätern haben Spartanische Mutter, „die jede Bevorzugung des eigenen Kindes ablehnt“ Frauen waren auf Grund der häufigen Abwesenheit ihrer kriegführenden Männer für Alltagsorganisation zuständig und konnten so zu Vermögen kommen Alles in Sparta zielte auf das Wohl des Staates ab … Sie verwalteten die Landgüter selbstständig und führten die Aufsicht über die auf dem Land arbeitenden Heloten. Die Frauen in Sparta. Frauen aus Periökenfamilien konnten genauso wie Bürgerinnen anderer Poleis kaum im öffentlichen Raum in Erscheinung treten, Helotinnen haben in der Betrachtung externer Beobachter keine weitere Beachtung gefunden. Auch bei den Spartanern standen die Männer in der Hierarchie - also in der Werteordnung - über den Frauen. Es gibt Abbildungen mit Spartanerinnen in kurzem Rock, etwas, was für eine Frau aus Athen unvorstellbar gewesen ist. Den Frauen Spartas wird bis in die neueste Literatur eine «besondere» Rolle zugeschrieben. Von einer gleichberechtigten Stellung der Frau im modernen Sinne können wir auch bei den Spartanern nicht sprechen. Bei diesen Betrachtungen sind die Frauen aus Familien der Vollbürger gemeint. Für niedrige Arbeiten setzten sie die Heloten ein. Sie allein konnten Gegenstand einer solchen Betrachtung sein. Ohnehin waren sie in der Überzahl. Spartanerinnen konnten sogar in der Öffentlichkeit und vor Männern tanzen und singen. Wie andere auch, so wurde das Thema Frauen von den externen Beobachtern des spartanischen Kosmos argwöhnisch bis missgünstig betrachtet – dabei aber in altgriechischer Frivolität und dem Hang zum Schönen ihnen auch Einiges angedichtet, was die Phantasien von Männern beflügeln kann – und sollte. Und wenn die Mutter selbst gesund und kräftig war, hielt man das für eine gute Voraussetzung, dass sie auch gesunde Krieger zur Welt bringen konnte. Trotzdem lebten die spartanischen Frauen vielleicht ein bisschen besser als die Frauen in Athen, wenn sie allerdings auch immer wieder … Für eine Athenerin ebenfalls ganz unmöglich. Spartas Gegenmaßnahmen – Waren sie erfolgreich? Außerdem … Lakonierin – Statuette vom sog. Auch durften die Frauen in Sparta durchaus Eigentum besitzen. Fremden kamen die Spartanerinnen bevorzugt in Situationen zu Angesicht, die bei tendenziöser Auslegung durchaus als schlüpfrig gelten dürften: leichtgeschürzt beim Sport und in Singspielen. Auch wenn die Frauen bei den Spartanern sehr viel mehr Freiheiten hatten als die Frauen, die Athen lebten, waren Jungs und Mädchen trotzdem nicht gleich gestellt. Die Jungs haben gleich ganz auf Kleidung verzichtet, das war bei den Griechen so üblich und deshalb hat sich keiner geschämt. So scheint es zwei Bilder der spartanischen Frauen gegeben zu haben: Einerseits das der schönen und ein bisschen unanständigen bis hin zu zügellosen Frau, andererseits das der stolzen, kalten, strengen, selbständigen Verwalterin staatlicher oder (später) eigennütziger Interessen.