Heute sind das große Namen der Literaturgeschichte. Politische Gedichte im Internet Außer einer kleineren Auswahl bei Gedichte für alle Fälle hat das Web hierzu bisher nichts Erwähnens- oder gar Empfehlenswertes offenbart. Das heißt, das war wirklich ein glanzvoller, aber auch deprimierender Anfang. In der DDR sei Lyrik auch anders gefördert worden als im Westen. Das 11. Der Zyklus ist Kästners letzter Gedichtband. Nach Ansicht des Verlegers Klaus Wagenbach waren die Gedichte in der DDR durchweg politischer als in der Bundesrepublik. Also das war, wie soll ich sagen, es war ein - ich weiß nicht, ob das die richtige Antwort ist -, aber es war irgendwie ein Staat, der sich als Kultur fördernd verstand.Scholl: Und die Lyriker, sie lernten mehr auch die Traditionen kennen. DDR-WITZE . Es ist eben von heute aus gesehen nicht so, dass die Mauer sozusagen ein Einschnitt war. Es ist eine mit lyrischen Mitteln gearbeitete Literatur, die sich der gleichzeitigen Ereignisse des öffentlichen Lebens, die sich der politischen Zustände, Begebenheiten und Personen ihrer Zeit als ihres Inhalts zu bemeistern, ihnen zu dienen oder sie zu bekämpfen, und in Ernst oder Schimpf, in Lob oder Tadel, als ei… Also Sie haben Mitte der 60er-Jahre den Wagenbach-Verlag gegründet in Berlin, bald dort eben auch Literatur aus der DDR verlegt, aber man muss sich vorstellen, die Mauer war schon gebaut. In der DDR sei Lyrik auch anders gefördert worden als im Westen. Hm, zwei Wessis verlegen DDR-Lyrik ... ?Wagenbach: Das wurde wirklich sofort in der DDR bemerkt, und wir haben drei Verrisse kassiert, alle natürlich von Lyrikern, die nicht in der Auswahl waren. Es ist ein Versuch, das Politische auf andere Weise wahrzunehmen und uns aus dem Konzept zu bringen. Das ist zwar weit hergebracht. "Die Drahtharfe" heißt Biermanns Lyrik-Sammlung aus dem Schaffenszeitraum 1960 bis 1965. Das Dezember-Gedicht von Erich Kästner aus seinem Zyklus "Die 13 Monate" gehört wohl zu seinen besinnlichsten. Pustekuchen, 65 war es dann aus mit dem berüchtigten Plenum.Scholl: Wenn man ost- und westdeutsche Lyrik dieser Jahrzehnte, 40 Jahre kann man ja sagen sind das, vergleicht, was war, jetzt einmal jenseits der politischen Bezüge und der oftmals verklausulierten Anspielungen in den Gedichten, was war eigentlich anders in der ostdeutschen Lyrik?Wagenbach: Gute Frage! Das war eine Aufnahme aus dem Jahr 1962. Verleger über seine Anthologie mit 100 Gedichten aus der DDR, Klaus Wagenbach im Gespräch mit Joachim Scholl. Wagenbach: Ja, das stimmt. Ich kam 1964 nach Berlin, wurde natürlich feierlich von der Springer-Presse begrüßt: Ein junger Verleger kommt nach Berlin, wo alle Verlage damals weggingen. Stasi-Beamter auf der Straße: "Wie beurteilen Sie die politische Lage?" Es bleibet dabei: Die Gedanken sind frei. Ich meine, Bobrowski lehnt sich direkt an jemand wie Klopstock an, eigentlich im Westen undenkbar?Wagenbach: Das war die wildeste Distanz, Bobrowski mit Klopstock. Wagenbach hat gerade eine Zusammenstellung mit 100 Gedichten aus der DDR veröffentlicht. Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten, sie fliegen vorbei wie nächtliche Schatten. Und sie waren handwerklich besser gearbeitet. Das Seltsame war ja, dass viele DDR - und übrigens auch Hermlin, auch Volker Braun, viele dachten, jetzt ist die Mauer, und dann beginnt eine innere Liberalisierung. Stasi-Beamter auf der Straße: "Wie beurteilen Sie die politische Lage?" Kostenlos. Und deswegen mein anhaltender Traum, mal sozusagen zu gucken, was war da eigentlich literarisch, was ist da als Erbe auf uns zugekommen.Scholl: Dieses Erbe nun, "100 Gedichte aus der DDR", Sie haben diese Anthologie mit dem Kollegen und Lektor Christoph Buchwald zusammen erstellt und herausgegeben. Und dann stellte sich die Frage, also gut, Qualität. Also die erste Abteilung Antifaschismus, das war ja wirklich eindeutig ein antifaschistischer Staat, der sich auch so verstand, und die Bundesrepublik, also unser Teil, die war ganz zufrieden dann mit denen, schenken wir denen Antifaschismus, den können wir hier nicht brauchen. Ich denke, was ich will und was mich beglücket, doch … In dieses Werk habe ich seit 2001 neben meiner Liebe zur Lyrik einen beträchtlichen Teil meiner Kraft, meiner Zeit und auch meines Geldes investiert. herzlich willkommen auf meiner Seite, auf der Sie über 1400 von mir gesprochene Gedichte von 112 deutschsprachigen AutorInnen hören können. Das Jahr zieht sich vom kindlichen Januar bis zum alten Dezember hin, der von Abschied geprägt ist. herzlich willkommen auf meiner Seite, auf der Sie über 1400 von mir gesprochene Gedichte von 112 deutschsprachigen AutorInnen hören können. Man will ja sozusagen die Wiedervereinigung und die Befreiung von der Diktatur feiern. Der Band "100 Gedichte aus der DDR", er ist im Klaus-Wagenbach-Verlag erschienen, 169 Seiten zum Preis von 16,90 Euro. Es war so ein bisschen, so eine Stimmung war seltsam. Beim Frankfurter Ostermarsche 1965 präsentiert Wolf Biermann neue Lieder, deren Texte wenig später im Westberliner Verlag Klaus Wagenbachs erscheinen werden. Falsche Zeit, falsche Sache. Politische Lyrik nimmt sich innergesellschaftliche Auseinandersetzungen um politische Macht zum Thema und tritt in der Stimme des Dichters in eigener Parteilichkeit intentional in die Öffentlichkeit. Ab sofort veröffentlicht die ZEIT neue Gedichte über Politik. Eigentlich sei es ihm aber nur um die Legitimierung seiner Macht gegangen, meint Kunsthistoriker Michael Imhof. Dann kam sozusagen die Zeit, die schöne Zeit der frühen 60er Jahre. ?Wagenbach: Ja, ich war durch zwei natürlich berühmtere Bände - das eine ist "100 Gedichte von Brecht" und das andere ist "100 Gedichte ohne Vaterland" von Erich Fried. Verschlagwortet mit "Mauerfall", 1989, E.Rassmus, Gedicht, historische Ereignisse, historische Ereignisse vor der DDR-Zeit, Konterrevolution, politisches Gedicht Hinterlasse einen Kommentar Beitragsnavigation Aber das ist ein Porträt, das passt irgendwie nicht so ganz in unsere Zeit. Dieses Gedicht findet sich nun in einer leicht veränderten Fassung in dem Band "100 Gedichte aus der DDR", herausgegeben von Christoph Buchwald und dem Verleger Klaus Wagenbach. In den Augen der DDR-Kulturbürokratie, die argwöhnisch alle Veröffentlichungen kontrolliert und zensiert, ist die ungenehmigte Publikation im Westen ein Affront, der nicht ungesühnt bleiben darf. Er wollte am Aufbau des Sozialismus teilhaben und stellte sein Theater in den Dienst des sozialistischen Aufbau-es.13 Die DDR war aus seiner Sicht durch ihr Bündnis mit der Sowjetunion ein Garant In der DDR sei Lyrik auch anders gefördert worden als im Westen. Das ist zwar weit hergebracht. Dann auch ein wunderbares Gedicht von Christa Reinig, "vom blutigen Bomme", eine Ballade, drei Seiten lang. Anders war in jedem Fall der politische Bezug. Was auffällig ist in dem Band, wenn man liest, wie oft hier auch mit klassischen Formen zum Beispiel gespielt wird. Georg Maurer hat die Literaturklasse in dem Literaturinstitut in Leipzig, was heute auch noch existiert, und zwischendurch Johannes R. Becher Literatur hieß, dort hat er die, die sind alle, wenn man ein bisschen Biografien (??? Kein Mensch kann sie wissen, kein Jäger erschießen. Curiöses Reim-Gedichte Von Olyben oder Holhipen: Muß es HOLE Hipe heissen. Anonym Die Gedanken sind frei 1. Warum ist die Banane krumm? Aber es gab eine, also zum Beispiel, es wurden dort Gedichte geschrieben im Ton des Doppeldistichons, also von Bobrowski zum Beispiel.Scholl: Keine einfache Versform.Wagenbach: Ja, kein einfaches Ding. Ich rede von Westberlin.Scholl: Das hat wahrscheinlich nicht lange gedauert, die Begrüßungsarie, oder?Wagenbach: Und dann kam das Programm raus, das erste, da war natürlich Schluss. Ich kannte Hermlin, und in dem Moment, in dem ich den Verlag in Berlin gründete, 65, verstärkten sich natürlich die Kontakte. Es bleibt nur, auf gelungene Seiten über Autoren hinzuweisen, deren politische Lyrik bis heute Aufsehen erregt: Heinrich Heine , Bertolt Brecht , Eugen Roth und Kurt Tucholsky . Haben Sie eins?Wagenbach: Ja, habe ich schon. Weil sie 40 Jahre einen Bogen um die DDR machen musste. Warum gab es in der DDR schon immer zweilagiges Klopapier? Dann muss man natürlich ein bisschen darauf hinweisen, dass ein Gedicht in den 50er Jahren erschienen ist und ein anderes in den 80er Jahren erschienen ist. Verhältnis Brechts zur DDR war vielschichtig. Ist aber egal, Buch ist da, wird nicht vergessen, kommt in die Bibliothek.Scholl: Ich danke Ihnen, Klaus Wagenbach, für Ihren Besuch hier im Deutschlandradio Kultur und dieses Gespräch. Da befingern zwei Westleute unsere heilige Literatur. Weil sie 40 Jahre einen Bogen um die DDR machen musste. ★ Ermutigung (Biermann) Ermutigung ist ein Gedicht und Lied des deutschen singer-songwriter und dichter Wolf Biermann. Plenum der SED - "Unsere DDR ist ein sauberer Staat", Überwachung seit 1945 - Gravierende Einschränkung von Grundrechten, DDR 1963-1965 - Atmosphäre zwischen Aufbruch und Resignation, Nina Hagen wird 60 - Eine Kultfigur, die aus dem Rahmen fällt, Politische Poesie - Wortkünstler und Teppichexperten. "Kommt uns nicht mit Fertigem" hieß das Gedicht - hören Sie mal: (Lesung Hermlin)Scholl: Stephan Hermlin las "Kommt uns nicht mit Fertigem", ein Gedicht des jungen Volker Braun. Aber Hermlin war es, der mir - das muss 62 gewesen sein - die ersten Bänder von Biermann vorspielte. Dezember 1965 im SED-Zentralorgan "Neues Deutschland" der Kulturredakteur Klaus Höpcke über die "Drahtharfe" und ihren Autor her: Biermanns politische Gedichte als Affront für die SED, Beteiligung der Länder an den Corona-Hilfen, Verhandlungen über Post-Brexit-Handelspakt, Andruck - Das Magazin für Politische Literatur, Das 11. Das Jahr 1965 schickt sich an, ein gutes Jahr zu werden für den jungen Wolf Biermann. Und das war zum Teil auch das Verdienst eines ganz zu Unrecht vergessenen DDR-Lyrikers namens Georg Maurer. Kunzes Gedichte gingen in der DDR von Hand zu Hand, er erhielt über dreißig große internationale Preise. Dann stellte sich die Frage Gewichtung. Der ist jetzt bei uns im Studio. Beim Frankfurter Ostermarsche 1965 präsentiert Wolf Biermann neue Lieder, deren Texte wenig später im Westberliner Verlag Klaus Wagenbachs erscheinen werden. Curiöses Reim-Gedichte Von Olyben oder Holhipen: Muß es HOLE Hipe heissen. Doch sie wird nie veröffentlicht. Gleich zu Jahresbeginn hat er die Chance, einige seiner frechen Lieder für eine geplante Platte aufzunehmen. Sie haben die Datenbank "Lean In Collection" gegründet. Damals wusste ich natürlich, dass ich solche furchtbaren kommunistischen Sachen nicht bei S. Fischer unterbringen würde, und habe mich erinnert dann, als ich den Verlag gründete in Berlin, an diese Texte. Soll ich's verraten? Warum gab es in der DDR schon immer zweilagiges Klopapier? Und er war umstritten, habe ich jetzt erst herausgefunden, zwischen zwei Autoren, nämlich Kurt Bartsch und Richard Leising.Scholl: Den man eigentlich überhaupt nicht mehr kennt.Wagenbach: Ja, ein vergessener Autor, wunderbarer, nicht zu vergessen, deutsche Lyrik.Scholl: Was ist Ihr Lieblingsgedicht? Wenn was vor den Brüdern und Schwestern gelten soll, dann ist es unsere Literatur. Ob das versteckt oder offen war, spielt jetzt keine Rolle, aber sie waren viel politischer. Das politische System der DDR war eine Diktatur ohne eine existierende Gewaltenteilung. Ein Durchschlag ging nach Moskau. Da gibt es die ganz Großen, Peter Huchel, Bobrowski, auch Volker Braun, auch Christa Reinig, Neubewertung, sehr interessante Autorin. 2. Die Stasi versammelte 3.500 Seiten in der Stasi-Akte zu dem Dichter, unter dem Decknamen „Lyrik“. Joachim Scholl: 1962 wurde in der DDR nach neuer Lyrik gefahndet: Poetische Anwärter rief man zu auf, Gedichte einzusenden. ), dann sind alle irgendwann durch diese Schule gegangen. Das ergab eine gewisse Gewichtung. So kam Hermlin in den Verlag und Biermann in den Verlag. Sie war natürlich ein Einschnitt, aber ein Einschnitt für Hoffnungen. Und dann haben wir gedacht, also gut, wir machen maximal drei, vier Gedichte, sonst von jedem Autor nur eins. Also haben wir drei sehr grobe Kategorien gemacht, die sich im Prinzip nach den Vorgaben richteten. Das heißt, es war diese kulturelle Anstrengung, die sich auch darin ausdrückte, dass es zum Beispiel ein kleines Lyrikheftchen gab jeden Monat, das hieß "Poesiealbum", 90 Pfennig, konnte jeder kaufen. In dieses Werk habe ich seit 2001 neben meiner Liebe zur Lyrik einen beträchtlichen Teil meiner Kraft, meiner Zeit und auch meines Geldes investiert. Innerhalb eines Jahres war dieses gesamtdeutsche Projekt kaputt. Und dann kriegte die DDR raus, was ich da so machte, und dann war auch Schluss. Es sind dann doch drei oder vier.Scholl: Na gut, okay. Doch in der DDR wurden seine Gedichte verboten. Es erschien erstmals 1968 in der Gedichtsammlung Mit Marx - und den Zungen von Engeln, die im Verlag von Klaus Wagenbach im gleichen Jahr, die das musizieren auf die Einzel -, 4 veröffentlichten neuen songs. Ein Durchschlag ging nach Moskau. Nach Ansicht des Verlegers Klaus Wagenbach waren die Gedichte in der DDR durchweg politischer als in der Bundesrepublik. Das ist aber großer Quatsch. Es ist ein Versuch, das Politische auf andere Weise wahrzunehmen und uns aus dem Konzept zu bringen. Und er war ein großer Kenner der antiken Formen.Scholl: Aber Sie haben auch richtige Volkspoesie aufgenommen: Zum richtigen Arbeiterstaat gehört ein ordentlicher Kartoffelsalat, schreiben sie. Just zu diesem Zeitpunkt erscheint Biermanns "Drahtharfe"-Buch in Westberlin. Über 1200 Stimmen meldeten sich, darunter war auch 23-Jähriger namens Volker Braun mit einem Gedicht, und im damaligen Deutschlandsender wurde es verlesen von keinem Geringeren als dem zu dieser Zeit schon berühmten Stephan Hermlin. Und siehe da, es ging ungefähr, aber mit ein paar Überraschungen.Scholl: Nach welchen Kriterien haben Sie ausgewählt, weil Sie die Struktur des Buches so nach Kapiteln …Wagenbach: Ja, also die Kriterien waren eindeutig nur Qualität. Nach Ansicht des Verlegers Klaus Wagenbach waren die Gedichte in der DDR durchweg politischer als in der Bundesrepublik. Schönen guten Tag, Herr Wagenbach!Klaus Wagenbach: Tag!Scholl: 1962, Herr Wagenbach, im selben Jahr noch flog Stephan Hermlin aus der Akademie der Künste in der DDR, weil er dort nämlich eine aufsehenerregende Lesung mit jungen Lyrikern - Wolf Biermann war dabei, Sarah Kirsch, Karl Mickel und eben auch dieser Volker Braun - veranstaltete. Ab sofort veröffentlicht die ZEIT neue Gedichte über Politik. Blind für den Widerstand der Kolonisierten, Zwangsprostitution mithilfe von Voodoo-Zauber, "Wir sind in einem freien Land – da muss man keine Preise annehmen", Rassismus bei Hannah Arendt: Blind für Widerstand der Kolonisierten (Sendung), "Vom Leben der Häuser" Gespräch A. Schäfer und D. Nägelke (Feature), Er war einer der Gründungsväter Europas: Karl der Große hat die karolingische Renaissance eingeleitet. Warum ist die Banane krumm? Und Hermlin wurde ja schwerstens gemaßregelt wegen dieser Veranstaltung, wo Sie eben das Gedicht erwähnt haben, und wurde sofort entlassen als Sekretär der Akademie der Künste und hat das mit dem wunderbaren Spruch quittiert: Genossen, ihr habt vollkommen recht, ich würde es wieder tun.Scholl: Wie muss man sich diesen Kontakt zu den DDR-Autoren vorstellen? Kostenlos. Zwischen diesen beiden Polen lag es nahe, den Band ... Außerdem habe ich mir gedacht, mal sehen, ob man mit 100 auskommt. Es war - das darf man auch nicht vergessen - es gab ja in der DDR eine Kulturförderung, und zwar ging die bis in Bibliotheken in den Kasernen, bis zu den Kulturhäusern, die Schriftsteller mussten in die Schulen, die mussten in die Fabriken. Sagen Sie eins.Wagenbach: Na ja, Bobrowski liegt sehr nahe. Kein Jahr später wird Biermann in der DDR zur Unperson erklärt, belegt mit Auftritts- und Publikationsverbot. Zum einen identifizierte sich Brecht mit der DDR und ihrem „antifaschistischen“ Selbstverständnis. Die Bänder landen mit Sperrvermerk im Archiv. Das war ja auch ein Charakteristikum der DDR-Literatur, lange Gedichte, drei Seiten, vier Seiten. Und so fällt am 5. Es geht natürlich überhaupt nicht, kein Mensch will das haben. ?? Mehr, Weil er in der DDR Interviews mit Punks publizierte, kam Gilbert Furian in den Cottbuser Knast. DDR-WITZE . Zuerst war es sehr einfach. In der heutigen Gedenkstätte wird er nun in der Oper "Fidelio" mitsingen - um einen "großen Rucksack Bitterkeit" erleichtert.Mehr, Die Karrierefrau, die am Schreibtisch sitzt, oder das schamlose Zeigen von Terroropfern in Afrika - Sheryl Sandberg von Facebook und Pam Grossman von der Bildagentur Getty Image wollen solchen Klischeefotos etwas entgegensetzen. Da gibt's schon schöne Gedichte, muss man lesen.Scholl: Wenn Sie jetzt über diese Arbeit nachdenken oder durchschauen, das fertige Buch in den Händen halten, ist es das Erbe?Wagenbach: Ja, ich bin irgendwie ganz stolz auf das Buch. Mehr, Vladimir Jurowski dirigiert ensemble unitedberlin, Leanne Shapton: "Gästebuch - Gespenstergeschichten", Daniel Kehlmann über seinen Film „Das Verhör in der Nacht“. Er betrachtet die Lyrik als Erbe der DDR. Diesen Vers kannte in der DDR jedes Kind. Wann haben Sie denn diese neue Lyrik Made in GDR entdeckt?Wagenbach: Also ich war damals noch Lektor im S. Fischer Verlag und habe das natürlich verfolgt. Plenum der SED - "Unsere DDR ist ein sauberer Staat"(Deutschlandradio Kultur, Zeitfragen, 02.12.2015), Überwachung seit 1945 - Gravierende Einschränkung von Grundrechten (Deutschlandradio Kultur, Zeitfragen, 05.08.2015), DDR 1963-1965 - Atmosphäre zwischen Aufbruch und Resignation (Deutschlandfunk, Andruck - Das Magazin für Politische Literatur, 20.07.2015), Nina Hagen wird 60 - Eine Kultfigur, die aus dem Rahmen fällt (Deutschlandfunk, Corso, 11.03.2015), Politische Poesie - Wortkünstler und Teppichexperten (Deutschlandfunk, Büchermarkt, 20.02.2015). Die Gedichte, die damals in der DDR entstanden, waren viel politischer. Wie hat sich dieser Kontakt gestaltet?Wagenbach: Schwierig.