Jahrhunderts, in welcher sich die Soldatenkaiser dem Ansturm plündernder Germanen an Rhein und Donau (besonders der Alamannen und der Goten) ausgesetzt sahen. Rom wurde damit zur De-facto-Vormacht im östlichen Mittelmeerraum. brachten die Reformen des Kleisthenes von Athen aber den Durchbruch für die Attische Demokratie. wurde Caesar zum „Diktator auf Lebenszeit“ ernannt. Die Wiedergeburt der Antike und des antiken Geistes setzte der jahrhundertelangen Dominanz religiösen Denkens in Europa ein Ende und mündete schließlich in das Zeitalter der europäischen Aufklärung und in die Moderne. Nach den Wirren des Vierkaiserjahres traten die insgesamt erfolgreich regierenden Flavier die Herrschaft an, wobei Kaiser Vespasian im Jahre 70 einen Aufstand in Judäa durch seinen Sohn Titus niederschlagen ließ. Mit ihm erlosch die konstantinische Dynastie. Herakleios brach mit der römischen Tradition, indem er statt des Titels „Imperator“ den alten griechischen Königstitel „Basileus“ annahm und Griechisch zur einzigen Amtssprache machte. Linear A-Schrift des 17. bis 15. Auch die Einführung des uralten römischen Hafenzolls für Handelsgüter trug ihren Teil zum wirtschaftlichen Erfolg bei. Nach 200 v. Chr. auch Griechenland (ab 27 v. Chr. Der Bedeutungsverlust nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges hat für die Altertumswissenschaften allerdings immerhin den Vorteil, dass nun ein unverstellterer, neutraler Blick auf die Antike leichter möglich ist. Jahrhunderts wurden dann zunächst weite Teile des Reiches zeitweilig von den Sassaniden erobert. beispielsweise in Korinth und Megara bestand, war keine Seltenheit. Jahrhundert die „klassische“ griechische Kunst – oder vielmehr das, was man idealisierend für diese hielt – zunehmend ins Zentrum des Interesses. Der westliche Regierungssitz war bereits um die Jahrhundertwende von Mailand nach Ravenna verlegt worden. ; die später als Beginn der römischen Zeitrechnung („ab urbe condita“) kanonisch gewordene Angabe 753 v. Chr. Rom blieb der ideelle Mittelpunkt des Reiches, auch wenn die Kaiser ihre Residenzen nun in die Nähe der Grenzen, so etwa nach Augusta Treverorum (aus dem das heutige Trier hervorging), verlegten. Im Inneren war die Verwaltung marode geworden, auch ein wirtschaftlicher Niedergang ist festzustellen, wenn auch nicht so dramatisch, wie noch die ältere Forschung meinte. Als Vorbilder für wesentliche Bereiche der römischen Kunst dienten die griechische Architektur, die Malerei und Plastik einschließlich adaptierter Motive aus der griechischen Mythologie. Kaufleute und Gewerbetreibende, Künstler und Gelehrte zog die Metropole an. Um die Mitte des 2. Die einflussreiche karthagische Familie der Barkiden errichtete in Hispanien eine Art Kolonialreich, dessen Ressourcen für den Kampf gegen Rom eingesetzt werden konnten. die Beseitigung der Überreste des Seleukidenreiches. unterwarfen sie ganz Italien südlich der Poebene. Am Anfang der Überlieferung zur römischen Geschichte stehen die öffentlichen Jahreschroniken, die annales maximi, die von dem obersten Priester, dem pontifex maximus, in dessen Amtssitz, in der Regia (Königshaus) aufbewahrt wurden und allgemein zugänglich waren. Jahrtausend v. Chr. Etwa für den Zeitraum 1200 bis 750 v. Chr. Doch anders als Caesar versuchte Octavian dieses Ziel nicht durch das Mittel einer außerordentlichen Diktatur zu erreichen. tauchte erstmals Rom als bedeutende Macht in Griechenland auf und dehnte nach und nach seinen Einfluss aus. So fiel etwa Südspanien nach einigen Jahren wieder an die Westgoten und Italien ab 568 großteils an die Langobarden. Die Bezeichnung Imperium Romanum für den römischen Machtbereich ist seit der Zeit Ciceros belegt. bis zum Ende der Antike wird bevorzugt als Altertum bezeichnet. Chr.). Die Etrusker wiederum unterhielten schon früh Kontakt mit griechischen Kolonisten. Es sei außerdem auf die hier verlinkten Artikel verwiesen, wo sich zahlreiche weiterführende Literaturangaben finden. 476 setzte der germanische Heermeister Odoaker den Romulus Augustulus schließlich als weströmischen Kaiser ab (letzter anerkannter Westkaiser war allerdings Julius Nepos gewesen). In diesem Zusammenhang gehört das Auftauchen der Hunnen (nur eines von zahlreichen Reitervölkern aus der eurasischen Steppenzone, die teils eine wichtige Rolle spielten) und der Beginn der sogenannten Völkerwanderung. Das Oströmische Reich mit seiner Hauptstadt Konstantinopel blieb zwar staatsrechtlich noch bis in das 15. Kaiser Caracalla gewährte 212 mit der Constitutio Antoniniana allen freien Reichsbürgern das Bürgerrecht. in eine innenpolitische Krise, die schließlich in die Epoche der Bürgerkriege mündete und mit dem Untergang der bisherigen Staatsform enden sollte. Er beseitigte nach und nach seine Rivalen und sorgte so für die Auflösung der römischen Tetrarchie. Mit diesen infrastrukturellen Neuerungen ging im Reich ein Wachstum der wirtschaftlichen Produktion und somit auch der verfügbaren Steuermittel einher. Dass diese letztlich dennoch scheiterte, hatte auch mit dem Druck zu tun, den die Sassaniden seit 540 erneut auf die Ostgrenze des Reiches ausübten (siehe auch Römisch-Persische Kriege und Herakleios). In seine Zeit fällt auch die Einführung des Christentums als Staatsreligion. Nach seinem Tod kam es 361 unter seinem Nachfolger Julian, dem Neffen Konstantins, zu einer „Renaissance“ des Heidentums, die aber nicht von langer Dauer war, weil der Kaiser schon 363 bei einem missglückten Perserfeldzug ums Leben kam. Trotz Zerstörungen durch ein Erdbeben im Jahr 62 n. Chr. Jahrhunderts Elemente der antiken Tradition von Anhängern totalitärer Ideologien willkürlich aufgegriffen und so zweckentfremdet wurden. Jahrhundert v. zeugen vom Reichtum und von der Spezialisierung des Wirtschaftssystems, das in Teilen Griechenlands ab ca. Bald nach der Mitte des 2. Pompeius wurde kurz darauf auf seiner Flucht in Ägypten ermordet. begann ein annähernd zweihundertjähriger Konflikt mit dem Perserreich, zunächst in Gestalt der drei Perserkriege, die der Historiker Herodot, der „Vater der Geschichtsschreibung“ (mit ihm lässt man traditionell die griechische Geschichtsschreibung beginnen, vgl. Zu den höchsten Ämtern im Staate, die ihren Inhabern Prestige und Ruhm versprachen, wurden anfänglich nur Patrizier zugelassen, während alle freien Bürger Kriegsdienst leisten mussten. Auch der Westen und Süden Germaniens gehörte zum römischen Reich; die Expansion nach Nordosten, die unter Augustus eingeleitet worden war (Augusteische Germanenkriege), wurde erst durch die Varusschlacht im Jahre 9 sowie durch die erfolgreiche germanische Abwehr von Rückeroberungsversuchen in den Folgejahren (Germanicus-Feldzüge) gestoppt. Caracalla, der bei Volk und Heer beliebt war, jedoch innerhalb des Senats und auch seiner eigenen Familie Feinde hatte, fiel während seines Partherfeldzugs einem Attentat zum Opfer. die dortigen griechischen Stadtstaaten ein, nachdem es während des Pyrrhischen Krieges gelungen war, den hellenistischen Hegemon Pyrrhos I. von Epiros abzuwehren. Der schlechte Ruf von Claudius’ Nachfolger Nero geht unter anderem auf nachträgliche, besonders christliche Beurteilungen zurück, da er die erste große Christenverfolgung einleitete. Reiche Kuppelgräber, feine, teils reich bemalte Keramik, kunstvolle Gold-, Silber- und Fayence-Arbeiten usw. Di… Im Ersten Punischen Krieg (264–241 v. gegen das hellenistische Seleukidenreich unter Antiochos III. ): Peter von Möllendorff, Annette Simonis, Linda Simonis (Hrsg. Vor allem aber kam es an der Ostgrenze zu schweren Kämpfen mit dem Neupersischen Reich der Sassaniden (seit 224), welche die Dynastie der parthischen Arsakiden gestürzt hatten (siehe dazu Römisch-Persische Kriege). Jahrhundert v. Chr. Konstantin der Große, dessen Vater Constantius I. nach dem Rücktritt von Diokletian und dessen Mitkaiser Maximian das Amt des „Senior Augustus“ im Westen übernommen hatte, wurde 306 von seinen Soldaten zum Kaiser ausgerufen, und der nun ranghöchste Kaiser Galerius erkannte ihn widerwillig als Mitherrscher an. Chr. Nach Alexanders Tod 323 v. Chr. B. Neros Tod beendete 68 n. Chr. Aus dem Lateinischen entstanden die modernen „romanischen“ Sprachen Europas. Die zunehmende Rivalität zwischen der Seemacht Athen und der Landmacht Sparta mündete 431 v. Chr. (Sie konnten auch den ehrenvollen Rang eines Patriziers an plebejische Senatoren vergeben.) Der Sieg über Karthago im 1. und 2. mit der vollständigen Niederlage Athens und mit der Errichtung einer zeitweiligen spartanischen Hegemonie über Griechenland. Die Statthalter in Provinzen, die das Kommando über mehrere Legionen in den Händen hielten, nutzten dies oftmals, um an die Macht zu gelangen. ), Aëtius oder Ricimer – Römer ebenso wie „Barbaren“ – dominierten den westlichen Kaiserhof und lieferten einander blutige Machtkämpfe. Rom selbst wurde 410 von den Westgoten und 455 von den Vandalen geplündert, von der Millionenstadt der hohen Kaiserzeit schrumpfte sie auf schätzungsweise 200.000 Einwohner zum Ende des 5. Der fränkische König Karl der Große war der erste nachrömische Kaiser Westeuropas, der sich gemäß der translatio imperii in der Nachfolge der römischen Kaiser sah. Die Römische Republik ermöglichte durch die Herstellung von innerem Frieden ein weiteres, kontinuierliches Bevölkerungswachstum, auch durch die ständige Neugründung von Kolonien in eroberten Ländern. Bis heute erhaltene Zeugnisse der Antike sind – neben überlieferten Texten philosophischer, literarischer oder historischer Natur – zahlreiche Objekte der griechischen und römischen Kunst: von großen Skulpturen bis zur Kleinkunst, Töpferei, Münzen etc. vom römischen Volk unter Führung von Lucius Iunius Brutus aus Rom vertrieben, laut Überlieferung, weil einer seiner Söhne eine Römerin namens Lucretia geschändet hatte. In Athen bildete sich unter wechselnden Voraussetzungen schließlich ein demokratisches System heraus. das Leben. Die römische Adelsversammlung, der Senat, spielte eine bedeutende Rolle und entwickelte sich früh zum eigentlichen Machtzentrum. Die Antike bezeichnet eine Epoche des Altertums, die ihren Ursprungsraum in Griechenland und im Römischen Reich hat. ; 326–304 v. mit einer immer rascheren Expansion in Mittelitalien (Eroberung von Veji 396 v. Neben Pompeji und Herculaneum wurden auch die kleineren Orte Stabiae und Oplontis vollständig begraben. August 48 v. Chr. und Motive (z. Die Anfänge der römischen Literatur liegen im 3. Der „Galliersturm“ unter Brennus hinterließ psychologisch tiefe Spuren, wobei die Schlacht an der Allia am 18. Nur das schwächelnde Ägypten der Ptolemäer, welches zu einem römischen Protektorat wurde, behielt seine Unabhängigkeit, ehe es im Jahre 30 v. Chr. Mit Athens Unterstützung der kleinasiatischen Griechenstädte im Ionischen Aufstand um 500 v. Chr. Auch byzantinische und arabische Gelehrte stützten sich auf antikes Wissen und gaben es indirekt an das mittelalterliche Europa weiter. Die römische Kunst und Kultur entstand auf der Grundlage der bodenständigen Lebensform der Bewohner des westlichen Mittelmeerraumes, der eher kunstarmen und nüchternen Kultur der (indogermanischen) Italiker, die im 2. geht auf den Gelehrten Marcus Terentius Varro (116–27 v. löst Theben unter Epaminondas nach der Schlacht bei Leuktra Sparta als Hegemon ab. Den größten Teil der Bevölkerung machten aber die Plebejer aus, die nur teilweise politische Rechte hatten. Jahrhundert n. Jahrhunderts konnten die Severer die Lage stabilisieren; Septimius Severus, der sich 193 im Kampf um die Macht durchsetzte, war auch der erste aus Africa stammende Kaiser. Der Westen bevorzugte die Bezeichnung „Reich der Griechen“, um dem Römischen Reich nach der Hinwendung der römischen Kaiser nach Konstantinopel nachträglich die Legitimität abzusprechen. So musste etwa Palmyra, ein ehemaliger Verbündeter Roms gegen die Parther und später die Sassaniden, 272 gewaltsam unterworfen werden, nachdem es unter Zenobias Führung zeitweilig Teile der östlichen Provinzen Roms erobert hatte. Zentraler Ort der römischen Republik war das Forum Romanum, das als Stätte politischer, religiöser und sozialer Zusammenkünfte diente. Chr. Nach der Ermordung Philipps 336 v. Chr. Zudem war es Hunnen und Germanen nie gelungen, den Hellespont zu überqueren; daher blieben die reichen Provinzen Kleinasiens, Syriens und Ägyptens weitgehend unbehelligt. Unter Caracalla wurde allen freien Bewohnern des Reiches, außer den „dediticii“ (den militärisch Unterworfenen, die in einem besonderen Rechtsverhältnis zu Rom standen), das römische Bürgerrecht verliehen (Constitutio Antoniniana), was eine markante Zäsur in der Gliederung des römischen Staatswesens darstellte. Kämpfe mit den Nachbarstädten führten zur Beseitigung des Königtums und der Vertreibung des letzten etruskischen K… Mit dem so genannten archaischen Zeitalter begann im frühen 8. Nach weiteren Feldzügen in Ägypten, Kleinasien, Afrika und Spanien, wo die letzten Republikaner geschlagen wurden, brach die Republik in sich zusammen. (Russisches Kaiserreich) und 1918/1919 mit der Abdankung Karls I. Je nach Forschungsrichtung werden aber auch die minoische und mykenische Kultur von etwa 1900 bis 1100 v. Chr. und 51 v. Chr. wieder an Macht gewonnen hatte. Zugleich bildete sich das System der griechischen Stadtstaaten, der Poleis, heraus, wobei diese in der Mehrzahl nur eine sehr kleine Bevölkerung umfassten. 168 v. Chr. Jahrhunderts v. Chr. Die fränkischen und später die römisch-deutschen Könige beanspruchten seit dem 9. Jahrhunderts noch einmal, das Reich zu stabilisieren. Die religiöse Festigung kaiserlicher Herrschaft (so nahm Diokletian nach dem Gott Jupiter den Beinamen „Iovius“ an) sollte eine neuerliche Ausrichtung der Reichsbewohner auf Staat und Kaiser bewirken. Besonders die Niederlage bei Cannae (216 v. Die Ursprünge der europäischen Antike liegen im Dunkeln. 146 v. Chr. besaßen dann alle Städte des Reiches mindestens den Rang eines Municipiums, mit ihr wurde auch fast allen freien Reichsbewohnern das römische Bürgerrecht verliehen. Doch hatte diese Lösung keinen wirklichen Bestand, zumal Sulla bald zurücktrat und die alten Kräfte sich wieder bekämpften. in Griechenland – und auch an anderen Regionen des östlichen Mittelmeerraums (s. auch Ende des Hethiterreichs, Seevölker) – Zerstörungen und Umwälzungen ereigneten, entstanden auf Zypern und einigen Orten Südkleinasiens (z. brach Rom die Vereinbarung mit Karthago über die Aufteilung der Interessenzonen auf Sizilien und dehnte seinen Einflussbereich bis an die Grenze des karthagischen Machtbereichs aus. Die islamische Expansion des 7. Im Folgenden seien einige der wichtigsten antiken Geschichtsschreiber und ihre (oft nur teilweise) erhaltenen Texte genannt: Siehe auch die online verfügbaren Quellensammlungen wie LacusCurtius oder das Perseus Project. hinaufreichen, stammen die frühesten Hinweise für die Anlage einer Stadt wohl aus dem letzten Drittel des 7. Wichtige Antikensammlungen befinden sich in Rom, Athen, Neapel, Paris, London, München, Sankt Petersburg, Wien und Berlin. schließlich politisch fast gleichberechtigt; dennoch gelang nur wenigen plebejischen Familien der Aufstieg in die Führungsschicht. ): vergrößern und Informationen zum Bild anzeigen, bis dahin bestehende Gliederung des Römischen Reiches in, Aufstieg und Niedergang der römischen Welt, Wikibooks: Geschichte des römischen Weltreiches, Umfangreiche Informationen über das antike Rom, Römische Geschichte in annalistischer Darstellung, https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Römisches_Reich&oldid=203740188, „Creative Commons Attribution/Share Alike“. Jahrhundert als souverän gelten konnten (wobei es sich um einen fließenden Prozess handelte),[2] ist seit langem Gegenstand der Forschungsdiskussion. (Deutsches Reich) die Geschichte der Kaiser in Europa ihr Ende fand. 1600 v. Chr. 2200–2000 v. Chr. 1900 bis 1450 v. Chr. Dies wurde spätestens zu dem Zeitpunkt zum Problem, als praktisch alles Land innerhalb Italiens verteilt war und gleichzeitig immer mehr Sklaven infolge der siegreichen Kriege ins Land strömten. Die Idee der Teilung des Kaisertums war nicht völlig neu, doch wurde sie nun konsequenter umgesetzt. So trat infolge der Arbeiten von Johann Joachim Winckelmann seit dem 18. war schmerzhaft für die Römer: Es handelte sich um die schwerste Niederlage in der römischen Geschichte, doch gelang es Hannibal nicht, das Bündnissystem Roms in Italien zu zerstören, sodass Hannibal trotz seiner Siege weitgehend isoliert blieb. Diese Zeit der beginnenden Spätantike ist gekennzeichnet von Umbrüchen, die zum Teil eine Abkehr von bis dahin wesentlichen Bestandteilen der antiken Kultur darstellten. civitas). Mit der Einführung der Tetrarchie (293) und zahlreichen inneren Reformen gelang es Kaiser Diokletian (seit 284 Kaiser) gegen Ende des 3. Jahrhundert erhalten – aber die inneren Strukturen veränderten sich nach etwa 640 so grundlegend, dass es gerechtfertigt erscheint, von dieser Zeit an vom Byzantinischen Reich zu sprechen. Auch breitete sich in dieser Zeit der Fernhandel (bis hin nach China) und die Güterproduktion für große städtische Märkte aus. Jahrhundert v. Chr. über Pompeius bei Pharsalos in Griechenland. Nach der Ermordung des Severus Alexander 235 kam es jedoch unter den so genannten Soldatenkaisern zur Reichskrise des 3. Chr. So erging es 146 v. Chr. Neben den verschiedenen Germanenstämmen (wie den Alamannen und Goten), übte nun vor allem das Sassanidenreich im Osten einen enormen Druck aus: Nach dem Sturz des letzten Partherkönigs im Jahr 224 (bzw. Jahrhunderts, mit Beginn der Antoninischen Dynastie, schien das Imperium unter Antoninus Pius auf seinem Höhepunkt angelangt zu sein, doch traten unter dem „Philosophenkaiser“ Mark Aurel (161 bis 180) bereits die ersten Probleme auf. Das Reich übte einen großen Einfluss auf die von ihm beherrschten Gebiete aus, aber auch auf die Gebiete jenseits seiner Grenzen. Der Ausbruch des Vesuvs wurde durch Plinius dem Jüngeren detailliert beschrieben, dessen Onkel Plinius der Ältere bei der Katastrophe umkam. Jahrhunderts v. Chr. Und selbst Italien geriet immer mehr unter den Einfluss von Germanen. ): Brian Campbell, Lawrence A. Tritle (Hrsg. politisch und kulturell. Mykenische Keramik war in weiten Teilen des Mittelmeergebiets beliebt; möglicherweise ließen sich in manchen Siedlungen Süditaliens (Roca Vecchia, Punta Meliso, Scoglio del Tonno) sogar Handwerker nieder. Sie war offenbar auch für die Entwicklung der griechischen Gesellschaft zur Polis hin wichtig. Im Süden verleibte sich die Republik um 275 v. Chr. 226), erneuerten die Sassaniden das Perserreich und erwiesen sich in der Regel als den Römern gleichwertige Gegner, wenngleich auch sie mit einer gefährdeten Grenze konfrontiert waren (im spätantiken Zentralasien, siehe Iranische Hunnen). Das von Augustus errichtete Kaisertum (Prinzipat) wurde von ihm und seinem Nachfolger Tiberius für rund 60 Jahre sicher geführt. Machtpolitisch dominierte der Senat, der sich anfangs aus Angehörigen der adligen Familien, der Patrizier zusammensetzte, bevor sich im 4. In diesem Sinne wurde der griechisch-römische Kulturraum von den umgebenden Räumen so abgegrenzt, wie schon antike griechische und später römische Gelehrte sich von den Regionen der „Barbaren“ abgrenzten (siehe auch Barbaricum). Überblick zur neueren Forschung zur Spätantike etwa bei Philip Rousseau (Hrsg. Das Rechts- und Staatswesen Europas, insbesondere das Zivilrecht, ist aber auch noch heute maßgeblich vom Römischen Recht geprägt. unterstellte das Römische Reich die Mitglieder des unterlegenen Achaiischen Bundes faktisch der neuen Provinz Macedonia; Korinth als führende Polis wurde zerstört. Jahrhundert v. Chr. Gleichen Status erhielt 64/63 v. Chr. und dem 7. Im 19. Über das Ansehen dieser Steuerpächter erfährt man etwa in der Bibel (Zöllner). Jahrhunderts: Einer Expansion unter Trajan (vor allem im Balkanraum und im Osten gegen das Partherreich) folgte eine Rücknahme und Sicherung der Grenzen unter Hadrian. Jahrhunderts v. Chr. einsetzt. Jahrhundert nach Christus endet. Im Oströmischen Reich lebten antike Kultur und Geisteswelt zwar noch bis weit ins Mittelalter fort. Er verlegte sich vor allem auf den Aufbau von effizienten Grenzbefestigungen (zum Beispiel der Hadrianswall in Britannien, oder die Befestigung und Begradigung der Ostgrenze). Diese Zeit wird heute nicht mehr, wie noch in der älteren Forschung (so etwa Edward Gibbon oder Otto Seeck), als eine reine Zerfallszeit begriffen, sondern vielmehr als eine Zeit des Umbruchs und der Transformation der antiken Mittelmeerwelt.[1]. Chr. Dennoch wuchs die Bevölkerung im gesamten Mittelmeerraum stetig und ermöglichte so das Wachstum größerer Städte und Metropolen mit Einwohnern über 100.000 Menschen. So wurden an strategisch wichtigen Orten Kolonien angelegt und Bündnisse mit mehreren italischen Stämmen geschlossen, die jedoch nicht das römische Bürgerrecht erhielten. 1600 v. Chr. Im 20. Die klassische Antike unterscheidet sich von vorhergehenden und nachfolgenden Epochen durch gemeinsame und durchgängige kulturelle Traditionen. 410 plünderten meuternde Westgoten die Stadt Rom, 455 folgten ihnen darin die Vandalen, 472 schließlich die Krieger Ricimers. Die Werkstätten des Pompejianischen Kunsthandwerks waren hoch entwickelt. Das Dunkle Zeitalter hellt sich in den letzten Jahrzehnten – dank vieler neuer Funde, vor allem, aber nicht nur, aus der mykenischen Spätphase des 12./11.