Deren Träger werden von einigen tschechischen und polnischen – weniger dagegen von deutschen – Wissenschaftlern als Vorfahren der Slawen angesehen. Seine Freikorps stießen aber auf erbitterte Abwehr deutscher Selbstschutzverbände unter General Höfer. Der schon früher strukturschwächere und dünn besiedelte Westteil um die Stadt Freiwaldau gehört zum Olomoucký kraj. und einer Zersplitterung Polens führte. Der mittlere, Mieszko IV. Später bemühte sich Kasimir III., allerdings vergeblich, um eine Annullierung dieses Vertrages beim Papst. im Frieden von Quedlinburg Břetislav I. zum Verzicht auf Schlesien hatte bewegen können und Kasimir I. der Erneuerer im Gegenzug zur Zahlung eines Tributs an Böhmen bereit gewesen war. Die Meinungen nach der Herkunft des Namens Schlesien (lateinisch Silesia) gehen in zwei Richtungen: Eine Kombination beider Meinungen wird in der modernen Forschung vertreten: Der Name der Landschaft gehe auf den des Berges zurück, dieser wiederum auf den der Silinger.[3]. In den letzten Jahrhunderten vor der Zeitenwende fand eine germanische Besiedlung statt, mit der Völkerwanderung um 550–600 n. Chr. Von den 232.206 namentlich erfassten ungeklärten Fällen lag für 46.353 ein Vermissten- und für 2.048 ein Todeshinweis vor. Zahlreich sind auch die Kalkstein-, Marmor-, Granit und Basaltsteinbrüche. Nach dem Ersten Schlesischen Krieg wurde im Vorfrieden von Breslau (1742) vereinbart, dass Österreich Nieder- und Oberschlesien bis zur Oppa sowie die böhmische Grafschaft Glatz an Preußen abzutreten hatte. Rund 1,2 Millionen Deutsche in Oberschlesien und etwa 150.000 in Niederschlesien entgingen der Vertreibung zunächst ganz. Ein kleiner Teil im Westen der früheren preußischen Provinz Niederschlesien gehört zu Deutschland, ein südlicher Teil von Oberschlesien zu Tschechien. Nach dem Zweiten Weltkrieg gewannen die Verbindungen ins polnische Kernland wie beispielsweise über Łódź oder alternativ über Posen nach Warschau sowie die Verbindung Breslau-Stettin an Bedeutung. Das österreichische Kronland Österreichisch-Schlesien kam nach dem Ersten Weltkrieg überwiegend zur neu gegründeten Tschechoslowakei – dieses Gebiet gehört heute zu Tschechien – ein kleiner Teil zu Polen. Auch die ursprünglichen slawischen Siedlungen passten sich zum großen Teil rechtlich, sozial und sprachlich den deutschen Siedlungen an. Die Provinz ist in 3 Regierungsbezirke und 70 Kreise, 1567 Amts- und 1743 Standesamtsbezirke eingeteilt: Ursprünglich war Schlesien von den ostgermanischen Stämmen der Silinger und Lugier bewohnt. Das heutige Wappen der Woiwodschaft Schlesien zeigt im Gegensatz zu dem der Woiwodschaft Oppeln den unbekrönten oberschlesischen Adler. eine Besiedlung durch westslawische Stämme. Durch die Personalunion mit Ratibor erfolgte auch eine Hinwendung des Herzogtum Troppau zu Schlesien. Neuostpreußen, Neuschlesien (1795) | Als erster schlesischer Herzog nahm Kasimir II. Die über drei Jahre andauernden Spannungen vor und nach dem Plebiszit mündeten in drei propolnische Aufstände in Oberschlesien. Im Hügelland finden sich mehrfach Töpfertone und Porzellanerde, sowie Quarz- und Quarzlande für die Glaserzeugung. Die Wiederherstellung Polens war zu einem der Kriegsziele der Entente-Mächte im Ersten Weltkrieg (1914 – 1918) geworden und so wurde im Versailler Vertrag bestimmt, dass ganz Oberschlesien an Polen abzutreten sei. Werter Herr Wydra, wäre an Postkarten aus dem Gebiet Niederschlesien interessiert, besonders die Gebiete Lauban, Greiffenberg, Löwenberg, Schosdorf. Der Hauptteil Schlesiens verblieb jedoch auch nach diesen Teilungen beim Deutschen Reich und war in die bereits 1919 neu geschaffenen preußischen Provinzen Niederschlesien mit der Hauptstadt Breslau und Oberschlesien mit der Hauptstadt Oppeln untergliedert. G.), Erster Schutzbrief für Deutsch-Ostafrika vom 27. Am reinsten zeigt sich die Art im Schlesier, den Gustav Freytag aus eigener Abstammung heraus folgendermaßen schildert: „Sie sind ein lebhaftes Volk von gutmütiger Art, heiterem Sinn, genügsam, höflich und gastfrei, eifrig und unternehmungslustig, arbeitsam wie alle Deutschen, aber nicht vorzugsweise dauerhaft und nicht vorzugsweise sorgfältig; von einer unübertrefflichen Elastizität, aber ohne gewichtigen Ernst, behende und reichlich in Worten, aber nicht ebenso eilig in der Tat, mit einem weichen Gemüt, sehr geneigt, Fremdes auf sich wirken zu lassen, und doch mit nüchternem Urteil, welches ihnen die Gefahr verringerte, das eigene Wesen aufzuopfern; beim Genuß heiterer, ja poetischer als die anderen Stämme, aber auch seinem idealen Leben vielleicht ohne die Größe massiverer Volksnaturen. „dem Bärtigen“, der 1201 seinem Vater Bolesław I. als Herzog von Schlesien nachfolgte, wurde die Besiedlung Schlesiens mit Deutschen und Holländern gefördert. Zu den bekanntesten, in Schlesien geborenen Schauspielern zählen Willy Fritsch, Viktor de Kowa, Georg Thomalla, Thekla Carola Wied, Judy Winter, Hanna Schygulla und der Regisseur Wolfgang Liebeneiner. Ein Teil der ehemaligen preußischen Provinz Schlesien liegt heute im Freistaat Sachsen, dieses Gebiet gehört jedoch historisch weitestgehend zu der erst 1815 schlesisch gewordenen Oberlausitz. Jahrhunderts war Schlesien das wirtschaftlich wichtigste Gebiet der Habsburger Monarchie (Textilherstellung). An den Beskiden, einem Teilgebirge der Karpaten an der Grenze zu Kleinpolen, hat Schlesien nur geringen Anteil, während das Hauptgebirge Schlesiens die Sudeten sind, ein Mittelgebirge mit einigen subalpinen Bereichen an der südlichen Grenze zu Mähren und Böhmen. Es grüßt Euch viel tausendmal – Der Herr der Berge, Rübezahl! Jahrhundert mit dem polnischen Erzbistum Gnesen verbunden blieb. Jahrhunderts wählten die Oberschlesier mehrheitlich das katholische Zentrum. Hiervon ausgenommen sind jedoch die Kreise Neurode, Glatz und Habelschwerdt, die zum Erzstift Prag, und der Kreis Leobschütz nebst einem Teil des Kreises Ratibor, der zum Erzstift Olmütz gehört. Im Riesengebirge liegt die Schneekoppe, die mit 1602 m n.p.m. Vor 1701: Selbst die Stadt Görlitz wurde dabei geteilt, der östliche Stadtteil bildet heute die eigenständige polnische Stadt Zgorzelec. Oberschlesien war sprachlich ein Mischgebiet (Schlesisch/Polnisch bzw. Herzliche Grüsse aus Berlin. [6] Mit dem Zerfall dieses Reiches nach 906 dehnten die Přemysliden ihre Macht auch über Schlesien aus. Die Vandalen zogen im Zuge der Völkerwanderung zum Großteil in Richtung Süden ab, wobei viele Sippen in Schlesien verblieben. [30] Aus Neiße O/S gebürtig ist der Zoologe Bernhard Grzimek, der für seinen zusammen mit seinem Sohn Michael geschaffenen Film „Serengeti darf nicht sterben“ einen Oscar erhielt. Ein Lyriker, Theologe und Arzt, einer der berühmtesten Lyrikern des deutschen Barocks. bis 1918 gehörte der größte Teil Schlesiens zum Königreich Preußen, danach zum Freistaat Preußen und damit von 1871 bis 1945 zum Deutschen Reich. : Nobelpreisträger Schlesien, Kolonien deutscher Länder vor 1871#Brandenburgisch-Preußische Kolonien, https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Schlesien&oldid=205756255, Historische Landschaft oder Region in Europa, Geographisches Objekt als Namensgeber für einen Asteroiden, „Creative Commons Attribution/Share Alike“, Er gehe auf den vandalischen Stamm der Silinger zurück. Ursprünglich geht das Wappen auf Heinrich II. „des Gerechten“, wieder geeinte Königreich Polen die inzwischen faktisch unabhängigen schlesischen Herzogtümer ihrem jeweiligen Supremat zu unterwerfen. Die Unterwerfung und Durchdringung der Slawen mit deutscher Art hatte hier nichts von jener Härte und Gewaltsamkeit an sich, die im Norden sich geltend machte, und so hat die Wesensart des Stammes etwas Weicheres und Fröhlicheres bekommen. Aus der Zeit der schlesischen Herzogtümer befinden sich nur einige Dörfer – das sind Pechern und einige ehemalige Exklaven an der Grenze zwischen Oberlausitz und Niederlausitz – in Deutschland (in den Grenzen von 1990). Bolko I. von Oppeln wurde von König Wenzel im selben Jahr zum Statthalter von Krakau ernannt. Das Konsistorium und ein Generalsuperintendent in Breslau stehen an der Spitze der protestantischen Bevölkerung, während die Katholiken in Kirchensachen dem Fürstbischof von Breslau untergeordnet sind. Die weitaus meisten dieser deutschen Niederschlesier siedelten in den Jahren 1958 bis 1960 in die Bundesrepublik Deutschland aus, zum kleineren Teil in die DDR. Jahrhunderts. Er fiel 1241 beim Mongoleneinfall in der Schlacht bei Liegnitz. Mit Inkrafttreten des Grenzvertrages zwischen Deutschland und Polen kam der östlich der Neiße gelegene Teil des früher preußischen Schlesiens völkerrechtlich endgültig zur Republik Polen. (1905). Schlesien, ein ehemals zu Böhmen gehöriges Herzogtum, ist jetzt zwischen Preußen und Österreich geteilt. KARTE DES SUDETENLANDES 1:75.000 (1935 - 1940) Die Karte des Sudetenlandes wurde zwischen 1935 bis 1940 hergestellt. Von 1526 bis 1742 waren die Habsburger als Könige von Böhmen zugleich Herzöge von Schlesien. Spätestens ab etwa 100 n. Chr. In dieser Liste werden polnische Namen von Orten den jeweiligen deutschen Bezeichnungen gegenübergestellt, die sie durch deutsche Besiedlung seit dem Mittelalter trugen oder zu Zeiten trugen, als die Gebiete, in denen sie sich befinden, zum Deutschen Reich oder Österreich gehörten. In der Weimarer Republik bzw. Auch hier bezeugen archäologische Fundstellen, dass beide Völker miteinander verschmolzen sind. Das für Deutschland günstige Abstimmungsergebnis versuchte der polnische Abstimmungskommissar Wojciech Korfanty nun zu unterlaufen. Nach dem Mongolensturm erfolgte die von den Schlesischen Piasten initiierte Deutsche Ostkolonisation jedoch auf breiter Basis. Erbfürstentümer in Schlesien (1742) | Die späteren deutsch-polnischen Aussiedler aus Schlesien haben hingegen nicht ihr gesamtes Eigentum verloren, einige haben nach 1990 Teile ihres Eigentums in Polen zurückerhalten. Nach dem Aufmarsch britischer Truppen im Juni 1921 zogen sich die siegreichen deutschen Verbände und die geschlagenen Polen in ihre Ausgangsstellungen zurück. Auf Druck Frankreichs stimmte die Tschechoslowakei einer Aufteilung der Stadt zu, durch die deren größerer Teil an Polen fiel, der überwiegende Teil des Teschener Landes hingegen an die Tschechoslowakei. [23] Dies ergibt eine Gesamtzahl von 634.106 geklärten Todes- und ungeklärten Vermisstenfällen im Zusammenhang mit der Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus Schlesien. Schlesien war jahrhundertelang eine Brücke zwischen West und Ost sowie zwischen Nord und Süd. Dagegen wurde in Oberschlesien seit dem 14. Mit der Ernennung zum Herzog durch Kaiser Otto entstand zwischen Warthe, Weichsel und Pilica das erste polnische Piastenherzogtum unter Mieszko I. Mit Unterstützung Kaiser Ottos II., dem eine Machtbeschränkung des Prager Fürsten Boleslav II. 1.761.661 Evangelische (vorwiegend im Regierungsbezirk, 1.895.321 Römisch-katholisch (vorwiegend im Regierungsbezirk, Landwirtschaft: Die Provinz ist ausgezeichnet durch einen hoch entwickelten Ackerbau. Somit gehört auch heute noch ein kleiner Teil Schlesiens zu Deutschland. Bei Deutschland verbliebene Orte, die schon zuvor zu Schlesien gehörten, sind zum einen Kromlau, Jämlitz, Bloischdorf und Tschernitz, sie gehörten über Jahrhunderte hinweg zum Herzogtum Sagan und waren schlesische Exklaven in der Lausitz, bis sie nach 1815 bei einer Grenzbereinigung in die Provinz Brandenburg umgegliedert wurden. Die Sudeten (Riesengebirge mit Isergebirge) und Glatzer Gebirge. Am 17. Damals wurde auch das kleinpolnische Auschwitz (polnisch: Oświęcim) Teil des Gaus Oberschlesien. Aus Schlesien kamen mehrere Seniorherzöge von Polen (z. Geografisch ist es ein Teil der Oberlausitz. (späte Bronzezeit) gehörte Schlesien zur Lausitzer Kultur. Da es ihm jedoch nur mittelbar unterstellt war, besaßen die Herzöge von Schlesien und der Neisser Fürstbischof nicht die Reichsstandschaft und damit weder Sitz noch Stimme im Reichstag. Als 1037 in weiten Teilen Polens ein heidnischer Aufstand gegen die christliche Kirche ausbrach und die Breslauer Bischöfe nach Schmograu (Smogorzów) und auf die Ritschen (Ryczyn) verjagt wurden, nutzte Herzog Břetislav I. von Böhmen 1038 die Gunst der Stunde und eroberte im Böhmisch-Polnischen Krieg Schlesien zurück. Polnische und Deutsche Ortsnamen in Posen Außerdem findet man hier die dazugehörigen katholischen Kirchspiele. Karten der Provinzen in Polen, heute und vor 1998 Diese Seiten sind hilfreich zur Bestimmung der Verwaltungsbezirke, die vor 1998 in Polen bestanden haben. Der ältere, Bolesław I. der Lange († 1201), erhielt Mittel- und Niederschlesien als Herzogtum Schlesien (ducatus Silesiae) mit dem Zentrum Breslau. der Große auf Ansprüche der königlichen Linie der Piasten auf das alte Herzogtum Schlesien als Gegenleistung für den Verzicht der böhmischen Könige aus dem deutschen Haus Luxemburg auf die polnische Krone, die sie als Erben der Přemysliden Wenzel II. Seine Grundlage bilden die Lößböden. Seniorherzog Bolesław IV. Die Situation verbesserte sich erst 1469, als der ungarische König Matthias Corvinus Mähren, Schlesien und die Lausitz eroberte und im Frieden von Olmütz 1479 in seinem Besitz bestätigt wurde. Ab etwa 550–600 n. Chr. Erst der 1137 geschlossene und 1138 bestätigte Pfingstfrieden von Glatz legte eine dauerhafte Grenzziehung zwischen Polen einschließlich Schlesiens sowie Böhmen und Mähren fest. Danach wurde es in etwa 20 Gemeinden in Oberschlesien mit mehr als 20 % deutschsprachigem Bevölkerungsanteil möglich, eine zweisprachige Ortsbeschilderung und Deutsch als Verwaltungshilfssprache einzuführen. (DPAG) Deutsch-Polnische Gesellschaft für Seelische Gesundheit e.V. Dieses Übereinkommen wurde zum Anlass mehrerer kleinerer Kriege zwischen Böhmen und Polen, nachdem sich die polnischen Herrscher seit König Bolesław II. Mai 1815 von Sachsen abgetretenen Teil der Markgrafschaft Oberlausitz, die am 9. Sowohl König Konrad als auch sein Nachfolger Kaiser Friedrich I. führten 1146 bzw. Schlesien, ein ehemals zu Böhmen gehöriges Herzogtum, ist jetzt zwischen Preußen und Österreich geteilt. Herzogtum Magdeburg (1680) | Von 1740/45 (Schlesische Kriege Friedrichs II.) Industrie ist hervorragend. 1327 erkannten die Piasten die böhmische Lehnshoheit an. Herzogtum Kleve (1609) | Jahrhunderts nahmen sie an der Bildung des polnischen Reiches unter Mscislaw I. teil. Die Hauptplätze sind, Prof. A. L. Hickmann’s Geographisch-statstischer Taschen-Atlas des Deutsches Reichs, Leipzig und Wien 1897, „F. Es werden alle Orte gelistet, die in Schlesien liegen und Stadtrechte haben. Er rief seine Landsleute zum offenen Kampf für ein polnisches Oberschlesien auf (Korfanty-Aufstand). Wappen Niederschlesiens (19. Seit 1943 arbeitete die Oberbauleitung Riese im Eulengebirge. Jahrhunderts entstanden die Begriffe Ober- und Nieder-Schlesien. Von den Oberschlesiern sind 41.632 nachweislich umgekommen, davon 302 durch Suizid. In der Zwischenzeit fielen die Grenzherzogtümer Auschwitz 1457 und Zator 1494 an Polen, Sagan 1472 an die Wettiner und Crossen gelangte 1482 an Brandenburg. Groß Friedrichsburg (1683) | Es existieren keltische und germanische Fundstücke, aber spätere Fundorte belegen auch, dass Kulturstile beider Völker miteinander verschmolzen. Orte in Schlesien Aufgelistet sind Orte in Schlesien, in welchen Vorfahren von Zahlten gefunden wurden. Später konstruierte der Preußenkönig Friedrich II. Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 fiel Schlesien mit seinem größten Teil an Preußen, während der südliche Teil bei Böhmen verblieb und als Österreichisch-Schlesien bezeichnet wurde. von Schlesien 1146 mit seiner Familie Zuflucht im Heiligen Römischen Reich und ersuchte seinen Schwager, den römisch-deutschen König Konrad III. Das Gebiet von Schlesien fiel an den ältesten Sohn Władysław. durch Flachsanbau am Gebirgsrand und Schafzucht in der niederschlesischen Heide. Die traditionelle Verkehrsachse Schlesiens ist die Oder sowie parallel zu ihr verlaufende Straßen. Auch der Dichter Andreas Gryphius, geboren 1616 in Glogau, war Schlesier. Einige kleinere Gebiete wurden auf benachbarte Woiwodschaften aufgeteilt. Im Zuge der Auflösung des für das Königreich Polen geltenden Senioratsprinzips erlangte das Herzogtum Schlesien, neben anderen polnischen Herzogtümern, de facto die politische Selbständigkeit. Um die Zeitenwende wurde Schlesien von Silingern, Vandalen, Lugiern und anderen germanischen Völkern besiedelt. Ein Teil der damals 4,5 Millionen Schlesier floh ab Anfang 1945 vor der anrückenden Roten Armee. Nachfolgend war das Herzogtum Ratibor bis zum Tod des Herzogs Valentin ebenfalls im Besitz der Troppauer Přemysliden. Insgesamt sind in Schlesien 13 Nobelpreisträger geboren worden (s. Breslau) – so viel wie in keinem anderen deutschen Land. Dezember 1849 wurde das Schlesische Land als Kronland gebildet. Tschechisch zirka 60 %, Deutsch etwa 40 %) und mehrheitlich katholisch (88 %). Als deutsches Zentrum des 1815 von Sachsen an Preußen abgetretenen Teils der Oberlausitz, der 1816 bis 1945 den Provinzen Schlesien bzw. In dieser Tabelle werden deutsche (heute großteils nicht mehr geläufige) topografische Namen die tschechischen, amtlichen Pendants gegenübergestellt.Im Zuge der Flucht und Vertreibung Deutscher nach 1945 wurden viele kleinere Orte und Gehöfte, insbesondere in Grenznähe zu Deutschland, Österreich und Polen, zu Wüstungen. Angelus Silesius Schlesischer Engel wurde in Breslau geboren. April 1348 inkorporierte schließlich König Karl IV. Deutsch-Polnische Wissenschaftsstiftung (DPWS) | Polsko-Niemiecka Fundacja na rzecz Nauki (PNFN) Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde e. V. (DGO) Deutsche Polenforschung B. Heinrich I. der Bärtige und seine Nachkommen), Heilige der katholischen Kirche, österreichische Minister und andere hohe Amtsträger, aber auch hervorragende Wissenschaftler, Maler, Dichter und Schriftsteller. Polnische Gruppen hatten seit 1919 versucht durch zwei Aufstände vollendete Tatsachen zu schaffen. Vorpommern | Der Dialekt der deutschen Schlesier wurde daher zu einer Mundart, die thüringisch-obersächsische, mittelbairische und hessische Merkmale vereinte. Bei der Neugliederung der Woiwodschaften 1999 wurden die historischen Grenzen Schlesiens teilweise wieder berücksichtigt. Januar 1291 huldigten sie in Olmütz dem böhmischen König Wenzel II., mit dem sie gleichzeitig ein Bündnis abschlossen, das einer Lehensvereinbarung gleichkam. Mit der beginnenden Industrialisierung wurde Oberschlesien mit seinen Steinkohlebergwerken neben dem Ruhrgebiet zu einer der wirtschaftlich wichtigsten Regionen des Deutschen Reiches. Laut einem Dekret vom 4. März 1849 wurden alle Völker des Kaisertums Österreich, darunter auch Schlesier, gleichberechtigt. 1600 Meter über dem Meer, Gruß aus dem Riesengebirge, „Nu ‚ran mit die Berje!“. In der Folge trugen weitere Herzöge von Schlesien[24] und Breslau dieses Wappen. Nachfolgend wandten sich auch Mesko I. von Teschen und dessen jüngerer Bruder Bolko I. von Oppeln politisch Böhmen zu. Preußen organisierte seine Territorien als Provinzen um und Schlesien wurde eine der zunächst zehn Provinzen mit Breslau als Provinzhauptstadt. In erster Linie die Webe-Industrie. In Schlesien gelten rund 466.000 Deutsche (10 % der Einwohner) als „Nachkriegsverluste“, also als nach dem Krieg ermordet, in Lagern verhungert, in der Verschleppung umgekommen oder vermisst. 1847 folgte mit der Oberschlesischen Eisenbahn eine östliche Fortsetzung bis Myslowitz. Es folgten der zweite und der dritte schlesische Krieg, der 1763 mit dem Frieden von Hubertusburg (bei Leipzig) endete. Es werden alle Orte gelistet, die in Schlesien liegen und Stadtrechte haben. Die oberste Verwaltung der Provinz Schlesien wird von dem Königlichen Oberpräsidium in Breslau ausgeübt, welches dem preußischen Staatsministerium unmittelbar unterstellt ist. Damit wurde Schlesien mittelbar ein Teil des Heiligen Römischen Reichs, das sich ab der Zeit des Spätmittelalters (um 1486) Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation nennen sollte. Teilweise wird der schlesische Adler – wie im Wappen der Provinz Schlesien – mit dem Herzogshut dargestellt. Er begründete das Herzogtum Schlesien und war Stammvater der Schlesischen Piasten. Viele Städte sind historisch an Stellen entstanden, an denen die Oder überquert werden konnte. Wie viele Personen (bzw. Jahrhunderts deutsche Ostsiedler nach Schlesien gerufen, um die wirtschaftliche Leistungskraft des Herzogtums zu heben. Auch die Herzöge der anderen niederschlesischen Teilfürstentümer nahmen den schlesischen Adler in ihre Wappen auf. Die Lehnsabhängigkeit von Böhmen schwächte fortan die Position der schlesischen Piasten in innen- und außenpolitischen Fragen, gleichzeitig stärkte sie die Rolle des zugewanderten niederen Adels, dem sowohl von den Fürsten als auch von der böhmischen Krone zunehmend Grundherrschaften als Lehen übereignet wurden, darunter auch fürstliche Burgen und kleine Städte mit ihren Bezirken. Weiterhin sah der Vertrag vor, dass ganz Oberschlesien Polen zugesprochen werden sollte. Armeekorps. Erbfürstentum Paderborn (1803), Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter, Schlesiens Bevölkerung und seine Grenzen im Verlauf der Geschichte, Schlesien zwischen Böhmen und Polen (von etwa 900 bis 1137), Die Herrschaft der Schlesischen Piasten (1137–1335), Schlesien fällt an die böhmische Krone (1335–1526), Schlesien unter dem Haus Habsburg (1526–1742), Preußisch-Schlesien und Österreichisch-Schlesien (1742–1918), Die ethnolinguistische Struktur Oberschlesiens (1819–1910), Vertreibung der deutschen Bevölkerung (1945–1947). Niederschlesien gehörte, kam – westseits der Lausitzer Neiße – 1945 wieder zum Land Sachsen. eine westslawische Sprache, die von den Schlesiern auch als „ślónska godka“ (schlesische Sprache) genannt wird und stark mit der Teschener Mundart verwandt ist, mit zahlreichen Einflüssen aus dem Deutschen und dem Tschechischen, die für polnische Muttersprachler meistens unverständlich ist. Insgesamt bezeichneten sich in Polen 173.200 (Volkszählung 2002) und 10.800 in Tschechien (Volkszählung 2001) der Befragten als ethnische Schlesier. Pfuhl, Berlin, 1906, „Meyers Großes Konversations-Lexikon“ 6. dem Kühnen geweigert hatten, die schlesische Pacht zu bezahlen. und Wenzel III. Der Schlesische Landtag arbeitete mit einer zehnjährigen Pause (1851–1861) bis zum Zerfall der k.u.k. Juni 1815 abgetretenen böhmischen Enklaven und die Stadt Rothenburg vom Kreis Krossen der Neumark. wanderten die westslawischen Slensanen und Opolanen ein.