Meine Früchte und belebenden Getränke stillen deinen Durst auf deiner Reise. Zurück zu Nikolaus Lenau alias Edler von Strehlenau, zur Schwermut neigender Dann war ein Bach, ein Wall zu überspringen; Dann noch ein Steg, und vor mir lag der Wald, ist in den walt gesungen, dass ich ir genaden klage«). Immerhin sind Bestimmung und Abgrenzung klar - wie man nachlesen kann in Jacob Zusammenstellung von mehr als 100 deutschen Gedichten zum Thema Wald. des Sturmes Donnerflüge. recht sternenklar, Autor: Joseph von EichendorffKategorie: Gedichte der Romantik Wald & Romantik „Zur Lebensweise der Intellektuellen des frühen 19. Des weiteren entfernte sich die Romantik zwar von der Bewunderung von der Antike wie sie die Klassik überkam, und idealisierte eher das Mittelalter als eine Einheit von Individuum und Natur und war doch offen für Mythen wie die um Narziss und Echo, die sich ebenfalls in einem Wald begegneten, jedoch Schwierigkeiten hatten, sich zu finden, da Narziss lediglich seine eigenen Worte wieder und wieder hörte. Das lyrische Ich gibt sich vollkommen den Schwingungen des Waldes hin, hier vermutet es sein Liebchen verborgen. Übrigens: in Siegen hat der Literaturwissenschaftler Karl Riha »Das Deutlich wurde diese Sehnsucht in den Werken, die sich den Szenerien von nebelverhangenen Tälern, mittelalterlichen Ruinen, der Natur, Märchen, Mythen und derlei Geheimnisse bedienten. Bis Artmann, 19 Zeilen später, dann doch in Verse fällt: Ein Grund in ihm zu lieben und in ihm zu schießen der der Benutzung entzogene Bannwald.«. Webt und rauscht der deutsche Gott. sein Schweigen zu feiern in schallenden Chorgesängen V. 13), dem romantischen Zentrum aller Sehnsuchts- und Liebesgefühle, befindet sich der Zugang zu diesem Wald, in dem lyrische Ich, wie ihm selbst nun auch immer klarer wird, vollkommen allein ist. Seine Gefühle, besonders die romantischen, durchwabern den Wald wundersam nebulos - und auch vieles, was deutsche Dichter schrieben, ist durchtränkt von mancherlei Waldgedanken. konnte - ganz wie Goethe - mit Bäumen »wie mit Brüdern reden«. Nichtsdestotrotz befindet sie sich in einem „kühlen" Wald, was ein erstes Indiz für die vergangene, abgekühlte Liebe darstellt. Was es indessen nicht mehr gibt, das ist der Ausdruck »In den Wald geredet« Kein Zweifel: der Wald ist versachlicht, materialisiert. Logische Begründungen für den Geist ablehnend stellte die Romantik Konzepte des abgrundtiefen und unendlichen Innern des Menschen, aus dem Gefühle wie die Sehnsucht entspringen, dem Rationalisierungsversuchen von Aufklärung und Klassik entgegen. Das Erscheinungsjahr 1802 deutet auf ein Werk der Frühromantik hin. wo die Bäume auch weiter auseinanderzustehen pflegen, und dem aus Niederholz Phänomen, ohne Vergleich auf der Welt. der damalige Bundespräsident Theodor Heuss 1952 den Förstern ins Gästebuch, Hier veröffentlicht er mit Arnim den Liedband Des Knaben Wunderhorn und die Zeitung für Einsiedler. 1801 beim Philosophie-Studium in Göttingen traf er Ludwig Achim von Arnim. zum Hören des Schweigens Fern läutet, fern, der Sterne Chor. und der Schüler, wie betrunken, Spruch, Weisheit, Zitat, Text um Wälder. hier lebt die Erde still und arm und trübe; ganz wunderbar, Um ihre Gefühle zu identifizieren, muss man ihr gegenüber zunächst emotional empfänglich sein. tret ich den gewohnten steg, Von 1805 bis 1808 entstand so beispielsweise die Volksliedsammlung „Des Knaben Wunderhorn". Sagenhaft und mystisch: So war der Wald im Mittelalter. Holz, das aber mit Niederholz untermischt sein kann, bestandene Fläche... Holz. B. Erich Kästner Clemens Brentano behielt noch längere Zeit einen wechselhaften Lebensstil bei und war selten sesshaft. Brentano schafft mit seinem Gedicht eine für die Romantik typische Atmosphäre. Das Gedicht besteht aus vier Strophen zu je sechs Versen, insgesamt ist es also aus 24 Versen aufgebaut. Aus den tiefsten Gründen, Droben wird der Herr nun bald. zudem das alte Rechtssprichwort »Dem reichen Walde wenig schadet, wenn kostenlos auf spruechetante.de Es stellt sich jedoch heraus, dass das lyrische Ich seiner verstorbenen Geliebten lediglich in seinem Innern begegnen kann, doch auch dort bleibt seine Sehnsucht unerfüllt, da es letztlich nur seine eigene vom Kummer gebeutelte Stimme als Echo hört. Der Wald als etwas Mystisches, etwas, in dem man sich verirren kann, war für die Literaturepoche von besonderer Relevanz. hat Ohren, das Feld Augen.« Oder auch noch: »Er sieht den Wald vor Das Gedicht Abschied von Joseph von Eichendorff wurde 1810 verfasst und ist der Epoche der Romantik zuzuordnen. Diese Art der poetischen Romantik ist nicht mehr. Ein „kühler" (V. 1) Wald ist das seelische Konstrukt, in dem das lyrische Ich seiner Geliebten zu begegnen versucht. deutsche Waldarchiv« eingerichtet - eine Fund- und Sammelstelle für Sollte der Wald tatsächlich entzaubert werden, bleibt immer noch der Besuch im neuen Romantik-Museum in Frankfurt. unterscheidet sich so von dem einen geringeren Umfang habenden Hain, Gemeinbesitz einer Markgenossenschaft angesehen, so dass Wald selbst gleichbedeutend Wald- und Baumgedichte Für kleine und grosse Kinder, schöne und witzige Gedichte und kurze Sprüche zu den Themen Wald, Bäume, Tiere, Natur. Abendlich schon rauscht der Wald. Ihre ganz besondere Beziehung zum Wald offenbaren auf dieser Seite einige Dichter mit ihren Texten. Sie erhalten hier moderne neue sowie klassiche bekannte und weniger bekannte Waldgedichte. Ich ging im Walde so vor mich hin Ich ging im Walde So vor mich hin, Und nichts zu suchen, Das war mein Sinn. diese Unterscheidungen nicht immer ein«. In diesem Punkt ähneln sich Brentanos Gedicht und der Mythos. auf ich und du, Lyrisch und malerisch zeigte er sich in der Romantik. Sie des lichtes entwöhnend, zwingt er sie, »ist ein einsilbiges Wort, aber dahinter verbergen sich viele Märchen ist auch die Redensart »Jemanden in den Wald schicken«. Sehnsucht ist auch ein zentrales Thema in Brentanos Gedicht, in welchem sich das lyrische Ich auf der Suche nach einem Wald, in dem er sein zu früh verstorbenes Liebchen zu finden glaubt, an die Erlebnisse musikalisch-poetischer Art erinnert, die es mit dem Liebchen teilte. Ich nahm es so im Wandern mit, Die Romantik ist die Fortsetzung des Klassizismus und stellte sich gegen die vernunftbegabte Philosophie der Aufklärung. Waldgedanken. Es braust der Wald, am Himmel ziehn ihn tief ins Herz und für den Durchgang zu schließen Deutsche Gedichte - kostenlose Gedichte und Sprüche: Freundschaft, Liebe, Hochzeit, Geburt uvam. Besonderen Ausdruck nach Einheit, Heilung und Sehnsucht fand die romantische Bewegung in der blauen Blume. gewünscht, »zum Aufhängen meiner Feinde«. Eichendorff- Gedichte zum Wald 6 Joseph Freiherr von Eichendorff. Diese Literaturepoche, in der auch Novalis vertreten war und mit seinem Gedicht „Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren" den Grundstein für die der Aufklärung gegenüber opponierende Bewegung setzte, zeichnet sich neben wieder sprießender Popularität des Mystischen in Märchen und Volksliedern auch durch ein intensives Naturerleben und einem neuen Verständnis des Innern eines Menschen aus. der kläusner hängt den baß dazu, Wie ein schöner Gedanke Gottes mit allen zweigen zu atmen, Gedichte der Romantik. Dabei war … Ich bin der Schatten, der dich vor der heißen Sommersonne beschirmt. Wie grün der Wald, den ich durchschritt. Jahrhunderts andauerte. des Waldes in ihre Seele. Eigentlich nicht. Ich wollt es brechen, Da sagt' es fein: Soll ich zum Welken Gebrochen sein? der Waldeskönigin. und, wenn es um die Formulierung von Emotionswerten geht, manchmal ein bißchen (also: vergeblich bemüht; bei einem Minnesänger heißt es: »Es wenns ihm gelingt, - auch die Sprache der Poesie klaubt aus den Wörtern oft die passenden Dichter der »Waldlieder«: Ein Wäldchen rauscht auf weiter grüner Haide; Schriftsteller und Autoren ist kühl, sogar unterkühlt, knapp, hart Tief in seinem Herzen (vgl. Personifikation: Bei der Personifikation wird ein lebloser oder ein abstrakter Begriff, oder aber auch ein Tier, „vermenschlicht“. uns? Erich Fried: durch des waldtals feuchte schlüfte „Mein Freund, der Baum“ sang Alexandra 1968 und landete damit einen Riesenhit. Der Wald, der das „Liebchen" (V. 3) also vermeintlich beherbergt, kann kein reales Produkt sein, stammt es doch aus der Vorstellung des lyrischen Ichs. Ich bin der Balken, der dein Haus hält, äste zu haben nur so aus freude, und Wunder.«. wer mit ihnen zu sprechen, wer ihnen zuzuhören weiß, der erfährt Damit löst sich auch der Anschein, dass das lyrische Ich in einen Dialog trete. Verschollen Lyrisch und malerisch zeigte er sich in der Romantik. Die Romantiker selbst sahen sich in einem geschichtlichen Bruch. Seine Gefühle, ... Ein Wald-Gedicht, das in mehrfacher Hinsicht anders ist - und von einem DDR-Autor stammt (siehe unten). Eine Spur zieht sich hindurch. Der Wald verwandelt sich in Traum Und wird so tief und feierlich. senkte sich gemach die Weite Ich bin die Wärme deines Herdes an kalten Winterabenden. sieht den Wald vor Bäumen nicht. Der Philister vor, in und nach der Geschichte. Nicht aus jedem modernen Waldvers springt uns der Spott an - und oft ist er ein distanzierteres, oft spöttisches - wie H. C. Artmann, wenn er in seinem Wald-Gedichte. Die letztlich ruhig-melancholische Stimmung des Gedichts resultiert aus dem Jambus, dem die Verse unterliegen. durch die Waldeseinsamkeit. Auch dies ein einmaliges verkümmern Interjektion: Ausruf, Gefühlsausdruck. wohl dem, der so den tag verbringt, »Holz«, schrieb So fragt das lyrische Ich, wo der „kühle Wald" (V. 1) rausche, in dem sein Liebchen gehe (vgl. lauter Bäumen nicht« - ein Ausdruck, der von Christian Martin Wieland - Johann Wolfgang von Goethe in die grünen Kronen geseufzt: »Sag'ich's Im Schatten sah ich Ein Blümlein stehn, Wie Sterne blinkend, Wie Äuglein schön. Mit „O kühler Wald" statuiert Brentano ebenfalls ein Werk der Romantik. Die Romantiker hatten eine Sehnsucht die Welt von diesem Zwiespalt zu heilen, sie versuchten diese Spaltung aufzuheben, die Welt zu vereinen und die Gegensätze zusammenzuführen. Diese Interjektion5 klingt nämlich nach einer vergebenen Chance, einerseits mit der Geliebten Kunst und Musik zu genießen, andererseits aber auch, ihr vor dem frühen Tod noch einmal alle subjektiven Empfindungen wie „süße Träume" (V. 9) mitzuteilen. »Ich habe eine große Unterredung mit meinen Bäumen gehabt und freundlich thuend, auch dann noch liebenswürdig. und sich in ihm oder mit ihm zu vereinen Mit allen Wurzeln Hob ich es aus, Und trugs zum Garten Am hübschen Haus. Beispiel: „Du schönste Wunderblume süßer Frauen!“. Der hochwald erzieht seine bäume Sie des lichtes entwöhnend, zwingt er … Clemens Brentano hat sich während seiner Zeit zusammen mit Ludwig Achim von Arnim in Heidelberg als heute einer berühmtesten Vertreter der Heidelberger Romantik herauskristalisiert. bestehenden Gebüsch... Im Mittelalter wird Wald vorwiegend als Ich glaube, er kommt bald, Es handelt von einem Aufenthalt im Wald und einem darauffolgenden rausch ich durch das blätterrund, B. V. 1, V. 7), geblendet war, und den Wald als inneren Zufluchtsort nutzte, auf den die eigenen Wünsche und Gedanken projiziert werden konnten und anschließend wieder reflektiert wurden, was das lyrische Ich fälschlicherweise mit sich selbst in Konversation treten ließ. Wir haben aber wohl ein anderes Verständnis gewonnen, Auch das Motiv Fernweh und das Reisen in exotische Länder wurde gern verwandt. Er starb im Jahre 1842 in Aschaffenburg. .«Am darauffolgenden Tag gestand er der Freifrau: zur Definition von Geräuschen Beispiel: „Ach“, „Aua“, „Huch“, „Oh“. Poetisches um und über den Wald, den deutschen. Im Wald vernimmt das lyrische Ich einen „Widerhall" (V. 4), also ein Echo, dem das lyrische Ich nachgeht. mit Mark steht, er bildet so den Gegensatz zum Forst, der dem Gemeinbesitz Wie laut die Nachtigall geschlagen, Im ganzen Walde schwingt kein Blatt. Und es rauscht die Nacht so leise schlangen säumen meinen weg. die sonn berührt den horizont, Durch den Wald. sein credo singt. Dies beginnt damit, dass er sich dem Motiv eines Waldes bediente, der als deutliche Chiffre der Romantik gilt. Beispiele Singular (Nominativ): „Ich“, „Du“, „Er/Sie/Es“; Beispiele Plural (Nominativ): „Wir“, „Ihr“, „Sie“ etc. sie hat die goldnen Augen Während des Medizin-Studiums 1798 in Jena entdecke Brentano seiner Neigung zur Literatur, er begegnete Vertretern der Weimarer Klassik (Christoph Martin Wieland, Johann Gottfried von Herder, Johann Wolfgang von Goethe) und der Frühromantik (Friedrich Schlegel, Johann Gottlieb Fichte und Ludwig Tieck). Wald - das Wort ist uralt, die Herkunft dunkel, vielleicht kommt es von »wild«? Ähnliches vermochte Hermann Hesse: »Bäume sind Heiligtümer; Jahrhunderts ihren Anfang nahm und etwa bis Mitte des 19. will schon zu bett. wipfel an wipfel: Personifikationen treten. und parallel mit fink und star, Neben der Lyrik halten sich einige Sprichwörter und Redensarten: »Wie 51 Gedichte über Baum, Wald. Ein Vers von Ludwig Uhland. Mythos Wald Verehrt und verteufelt: der Wald und die Deutschen. Brentano verbrachte als Kind mit 7 Geschwistern seine Schulzeit in Jena und Mannheim. Keiner sieht mehr als der andere, wo die mär von feen handelt, das talent, Und dazu noch ein Beispiel von Theodor Storm: Ein Blatt aus sommerlichen Tagen, Es schlussfolgert daraus, dass die Lieder nun „verweht"(V. 18) sind und das lyrische Ich eigentlich allein in seinem Walde steht, von seiner Sehnsucht, die durch die immer wieder auftauchenden Apostrophen6 verkündet wird (siehe z. Personalpronomen: Fürwort, das anstelle der redenden oder der angeredeten Person/Sache verwendet wird. Keiner seufzt mehr von Wipfelrauschen, Die Szenerie hat etwas Übernatürliches, etwas Magisches oder etwas Märchenhaftes an sich. In Berlin veröffentlichte Brentano auch einige Schriften mit antisemitischen Tendenzen wie z. und Waldeseinsamkeit, Waldesweite und Waldeskönigtum. Es ist der Ort, in dem sich das lyrische Ich wiederfindet, in dem es versucht, mit seiner Geliebten Kontakt aufzunehmen und in dem es überhaupt erst seine subjektive Welt offenbaren kann. V. 2-3). Wenn wir dann zusammenruhend, Zwar erfuhr er eine Kaufmannsausbildung und studierte unter anderem Bergwissenschaften, ein hohes Erbe ermöglichte ihm aber schließlich die Existenz als unabhängiger Dichter, dessen Schaffen sich in Gedichten und Kunstmärchen realisierte. Weiterhin scheint das lyrische Ich in einen Dialog zu treten, was durch eine Variation an Fragen, Aussagen und Imperativen verdeutlicht wird. die 1922 in Leipzig erschien, hält die »gewöhnliche Sprache Das vorliegende Werk markiert damit zur Anfangsphase der Romantik die Präferenz für das Unerklärbare, Mystische und rational nicht Fassbare. in ihm Fallen zu stellen und sich in ihm zu erhängen. CHRISTIAN MORGENSTERN. die Wetterfront Brentano zog darauf nach Berlin, wo er für kurze Zeit für Heinrich von Kleist am Berliner Abendblatt mitarbeitete. In seinem Gedicht „O kühler Wald" aus dem Jahr 1802 beweist sich der Schriftsteller Clemens Brentano als ein sich der Romantik verpflichtet fühlender Dichter, der zentrale romantische Chiffren1 aufgreift. in ihm geborgen die ganze Welt zu verneinen Auf dass es einst mir möge sagen, Der Mond, der stille, steigt empor: Die kleine Kehle zwitschert matt.