Jede abgegebene Stimme zählt gleich viel. Dadurch entstehen Überhangmandate. Für alle Parteien, die diese Voraussetzung erfüllen, wird anhand eines mehrstufigen Verfahrens die Stimmenzahl in Bundestagssitze umgerechnet. Das Wahl-ABC zur Bundestagswahl 2017 dargestellt wird. Was entscheidet der Deutsche Bundestag? Die Wahlberechtigten wählen die Bundestagsabgeordneten direkt, ohne dass beispielsweise Wahlfrauen oder -männer dazwischengeschaltet sind (wie es zum Beispiel bei den Präsidentschaftswahlen in den USA der Fall ist). Je nach Bundesland stehen zwischen zwölf und 24 Landeslisten auf den Stimmzetteln zur Wahl. Der Termin einer Bundestagswahl wird vom Bundespräsidenten in Absprache mit der Bundesregierung und den Ländern festgelegt. Wenn eine Partei bundesweit 20 Prozent der Zweitstimmen erhält, dann stehen ihr auch 20 Prozent der Sitze im Bundestag zu. Dabei werden die bereits gewonnenen Direktmandate eingerechnet. September 2017 ist die Bundestags-Wahl. Denn das neue Wahlrecht sieht vor, dass in solchen Fällen nach Möglichkeit einfach durch die parteiinterne Verschiebung von Mandaten zwischen den Landeslisten einer Partei der Ausgleich erfolgt. Es muss garantiert werden, dass niemand erkennen oder kontrollieren kann, wie jemand abgestimmt hat. (Quelle: Bundeswahlleiter). Bei Verstoß hat der Wahlvorstand den Wähler oder die Wählerin gemäß § 56 Absatz 6 Satz 1 Nr. Bei der Bundestagswahl 2013 gab es mehr als eine halbe Million ungültige Erst- und Zweitstimmen. | mehr, Überhang- und Ausgleichsmandate nach der Wahl 2013. Direktmandate werden von der Gesamtzahl der Listen-mandate im jeweiligen Land abgezogen Überhangmandate werden durch zusätzliche Mandate (Ausgleichsmandate) nach dem Verhältnis der Zweitstimmen ausgeglichen Deutscher Bundestag mindestens 598 Sitze personalisiertes Verhältniswahlrecht Restzahl der über jede Landesliste zu vergebenden Mandate wird … Das ist seit der Bundestagswahl 2013 anders: Überhangmandate werden jetzt durch sogenannte "Ausgleichsmandate" ausgeglichen, die den anderen Parteien im Bundestag zugutekommen. Dabei ist die Bundestagswahl laut Definition eine sogenannte personalisierte Verhältniswahl. Dann wählen wir den Bundes-Tag. Was bedeutet die Fünf-Prozent-Klausel ("Sperrklausel")? Diese Plätze werden durch das Volk mithilfe einer freien und geheimen Wahl besetzt. Wählen darf, wer die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, älter als 18 Jahre alt ist und seit mehr als drei Monaten in Deutschland lebt. Zählt man all diese Mindestsitzzahlen einer Partei zusammen, kann sie auf mehr Mandate kommen, als ihr eigentlich auf Grund des bundesweiten Ergebnisses zustehen. Es gibt Zehntausende Deutsche, die nicht wählen dürfen, obwohl sie die genannten Voraussetzungen erfüllen. In der Folge wurde das Wahlrecht reformiert: Neu sind seither Ausgleichsmandate, die den verzerrenden Effekt der Überhangmandate kompensieren sollen. Mit der Zweitstimme müssen sie sich dagegen pauschal für eine Landesliste entscheiden - über deren Zusammensetzung und die Reihenfolge der aufgeführten Kandidaten entscheiden allein die Parteien bei der Aufstellung dieser Listen. Diese drei Parteien bekamen durch die Summe der Mindestsitzzahlen in den Bundesländern mehr Mandate, als ihnen gemäß ihrem Zweistimmenanteil auf Basis von 598 Sitzen zugestanden hätten - aber eben nicht, weil sie zu viele Direktmandate bekamen. Sie haben bereits auch ihre Spitzenkandidierenden benannt. März 2017 nun geregelt. Ob jemand arbeitslos ist oder Millionen verdient, ob er oder sie Ahnung von Politik hat oder nicht, hat keine Auswirkung auf die Stimme. Solch ein faktischer Überhang - auch ohne das klassische Überhangmandat - wird dann durch Ausgleichsmandate für die anderen Parteien kompensiert. Die bislang größten Parlamente datieren aus der Zeit nach der Wiedervereinigung, als der Bundestag regulär aus 656 Abgeordneten bestand. Zu Überhangmandaten kommt es, wenn eine Partei in einem Bundesland über die Erststimmen bereits mehr Direktmandate gewinnt, als ihr an Sitzen gemäß dem Zweitstimmenergebnis eigentlich zustehen. Doch auch die Erststimme hat eine wichtige Funktion: Sie soll dafür sorgen, dass es eine engere Verbindung zwischen den Wähler/-innen eines bestimmten Wahlkreises und "ihrem" Bundestagsabgeordneten in Berlin gibt. Das seit der Bundestagswahl 2013 geltende neue Wahlrecht sieht Ausgleichsmandate vor, die vor allem die Verzerrungen infolge von Überhangmandaten ausgleichen sollen. Als Konsequenz kann ihnen das Wahlrecht für zwei bis maximal fünf Jahre entzogen werden. Vereinfacht gesagt: Bekommt eine Partei 30 Prozent der Zweitstimmen, bekommt sie etwa 30 Prozent der Sitze im Bundestag. Deutsche Staatsbürger/-innen besitzen das Wahlrecht "unabhängig von Konfession, Bildung, Geschlecht, Sprache, Einkommen, Beruf oder politischer Überzeugung" (Karl-Rudolf Korte: Wahlrechtsgrundsätze). Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Was bedeutet das konkret? Mit der Zweitstimme entscheiden sich die Wähler für eine Partei, genauer gesagt für die Landesliste einer Partei. Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen. Wie wird der Bundestag gewählt? Wodurch entstand dann aber 2013 der Überhang? Die Verhaeltniswahl Die Pluralitaet Praesident Duvergers Gesetz Die Erststimme und das Ueberhangmandat Das Parlament Verhaeltniswahl Staate Parteien einiger Gewinner/ Pluralitaet Staate die Zwetistimme (Parteien) 5% Huerde Er lag bei CSU, SPD und Grünen. | mehr. Falls eine Partei 20 Prozent der Zweitstimmen erhalten hat, stehen ihr 20 Prozent der Parlamentssitze zu. Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Weil all diese (und viele andere) Parteien unter der Fünf-Prozent-Hürde blieben, hatten deren Wähler/-innen keinen Einfluss auf die Zusammensetzung des Bundestages. Wenn nun die Summer dieser garantierten Mindestsitzzahlen einer Partei in den Bundesländern über die Zahl der Mandate hinausgeht, die ihr gemäß dem bundesweiten Zweitstimmenergebnis zustehen, bekommen die anderen Parteien Ausgleichsmandate. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Entscheidend für die Mehrheitsverhältnisse im Bundestag ist allein die Zweitstimme. Deutsche Bundestag gewählt. Niemand darf gezwungen werden, den Wahlen fernzubleiben – es darf aber auch niemand zum Wählen gezwungen werden. Der deutsche Bundestag wird nach dem Prinzip der "personalisierten Verhältniswahl" gewählt. Kein Wahlrecht haben aber vor allem etwa 80.000 Menschen mit schweren Behinderungen. Dem Kabinett gehören 15 Bundesminister/-innen an. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich. 5a zurückzuweisen." Wenn in einem kleinen Wahlkreis darüber nur wenige Personen abstimmen, würden ihre Stimmen verglichen mit anderen mehr zählen. Rechnerisch ist die Zweitstimme daher wichtiger als die Erststimme. Grundlage ist dabei das vierstufige Verfahren zur Berechnung der Sitzverteilung. Die Zahl der Direktkandidaten in den 299 Wahlkreisen schwankt stark - im Schnitt sind es pro Wahlkreis zwischen acht und neun Bewerbern. Dadurch sollen die Abgeordneten in Berlin die Verbindung zu den Wähler/-innen nicht verlieren. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. 34 Parteien treten in mindestens einem Bundesland mit einer Landesliste an, acht Parteien haben lediglich Direktkandidaten in einzelnen Wahlkreisen aufgestellt. Nach welchem Prinzip wird der Bundestag gewählt? Über alle Bundesländer hinweg kam die CDU in der Summe - mit diesen vier Überhangmandaten - aber auf 242 Sitze. Das würde die Bildung einer Regierungskoalition erschweren. Seit wann und wie oft wird der Deutsche Bundestag gewählt? Ob Wähler/-innen ihre Wahlentscheidung selbst öffentlich machen dürfen, ist umstritten. Wenn am kommenden Sonntag der neue Bundestag gewählt würde... Bei den etablierten Parteien steht bereits fest, dass sie zur Bundestagswahl am 24. Sie müssen allerdings innerhalb der letzten 25 Jahre mindestens drei Monate ununterbrochen in Deutschland gelebt haben oder persönlich mit den politischen Verhältnissen vertraut und von ihnen betroffen sein - zum Beispiel als Mitarbeiter von deutschen Botschaften oder Goethe-Instituten. Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen. Ein besonders großer Bundestag ist vor allem wahrscheinlich, wenn eine der beiden großen Parteien oder die CSU in Bayern bei den Zweitstimmen eher mittelmäßig abschneidet, aber die meisten Direktmandate bekommt. Von "Abgeordnete" bis "Zweitstimme" - das Wahl-ABC, #kurzerklärt: Wer darf wie wählen?, Nele Pasch, SWR | video, #kurzerklärt: Überhangmandate, Nele Pasch, SWR | video. Die Bundesminister/-innen dürfen ihr Ministerium selbstständig und eigenverantwortlich leiten. Und was hat es mit den Überhang- und Ausgleichsmandaten auf sich? Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Am 24. Die gesetzliche Zahl der Abgeordneten des Bundestages wurde seit Gründung der Bundesrepublik mehrmals geändert. Die Zahl der Sitze im Bundestag wird dann solange erhöht, bis alle Mindestsitzzahlen erfüllt sind und das Verhältnis der Mandaten zugleich die Mehrheitsverhältnisse gemäß den Zweitstimmenanteilen widerspiegelt. 42 Parteien nehmen an der Bundestagswahl teil - 34 von ihnen mit Landeslisten. Wenn der Bundestag gerade nicht tagt, sind Bundestagsabgeordnete häufig in ihrem Wahlkreis unterwegs und beschäftigen sich mit den Problemen vor Ort. Mit der Erststimme wird der Wahlkreiskandidat einer Partei gewählt. Die restlichen noch an die Partei gehenden Sitze werden dann über deren Landeslisten vergeben. Um bei dieser Sitzverteilung berücksichtigt zu werden, muss eine Partei allerdings bundesweit mindestens fünf Prozent der Zweitstimmen erhalten oder mindestens drei Wahlkreise gewonnen haben. Ebenfalls ausgeschlossen von der Wahl sind Menschen, die nach einer Straftat als schuldunfähig eingestuft und in eine Psychiatrie eingeliefert worden sind. Überhangmandate verzerren den Wählerwillen, weil die Verteilung der Sitze im Bundestag dadurch nicht möglichst genau der Verteilung der Zweitstimmen entsprechen. Wer einen leeren Stimmzettel abgibt, macht beide Stimmen ungültig. #kurzerklärt: Wer darf wie wählen?25.08.2017, Nele Pasch, SWR. Für ein solches Vorgehen entschied sich bei der Bundestagswahl 2013 fast jeder vierte Wähler. Deutsche Bundestag gewählt. Bei der Bundestagswahl 2013 wählten zum Beispiel rund 2,1 Millionen Wähler/-innen mit ihrer Zweitstimme die FDP (4,8 Prozent), rund 2,1 Millionen Wähler/-innen die AfD (4,7 Prozent) und knapp eine Million Wähler/-innen die Piraten (2,2 Prozent). Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt. Überhangsmandate können zu einer leichten Verzerrung der Sitzverteilung im Vergleich zum prozentualen Wahlergebnis führen. Denn das Wahlrecht soll auch sicherstellen, dass jedes Bundestagmandat mit ähnlich vielen Wählerstimmen erreicht wird. Das scheint heute selbstverständlich – war aber nicht immer so. Wer diese Voraussetzungen erfüllt, muss zusätzlich die Eintragung ins Wählerverzeichnis beantragen, um seine Stimme abgeben zu können. Parteien konnten also von einem guten Erststimmen-Ergebnis profitieren. Wie einfach wählen ist, zeigen wir Ihnen hier. Denn jeder Wahlkreis schickt durch sein Direktmandat jemanden nach Berlin. Am 24. Ungültig sind Stimmen, wenn der Stimmzettel nicht amtlich hergestellt ist, keine Kennzeichnung enthält, den Willen des Wählers nicht zweifelsfrei erkennen lässt oder einen Zusatz enthält. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Das Ziel der Regelung ist es, dass nicht allzu viele kleine Parteien in den Bundestag einziehen. Auch wenn in Bayern die Wahlbeteiligung niedrig ist und die CSU wieder mit vergleichsweise wenigen Wählerstimmen viele Sitze holt, könnte dies einen sprunghaften Anstieg der Abgeordnetenzahl bewirken. Ein Überblick. Zweitstimme:Ihre Zweitstimme geben Wähler/-innen für die Landesliste einer Partei ab. Davon werden 299 direkt in den Wahlkreisen gewählt. August 2017 um 00:30 Uhr. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR. Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Wahlrecht. Jede Wählerin und jeder Wähler hat dabei zwei Stimmen: Erststimme:Mit der Erststimme bestimmen Wähler/-innen, welcher Direktkandidat einen bestimmten Wahlkreis im Bundestag vertritt – einfacher gesagt, wer für sie nach Berlin geht. Deshalb hat diese Stimme für die Zusammensetzung des Bundestages eine weitaus größere Bedeutung als die Erststimme. Insgesamt betraf das knapp 16 Prozent der abgegebenen Stimmen. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. Das seit der Wahl 2013 geltende Wahlrecht könnte aufgrund der Ausgleichsmandate dazu führen, dass auch der nächste Bundestag einer der größten sein wird, obwohl regulär nur 598 Sitze zu vergeben sind. | mehr. Die Fünf-Prozent-Klausel bedeutet, dass nur Parteien in den Bundestag einziehen, die bundesweit mindestens fünf Prozent aller Zweitstimmen erhalten haben. Vor den Bundestagswahlen 2013 wurden Überhangmandate nicht ausgeglichen. So viele standen ihr aufgrund der proportionalen Verteilung von 598 Sitzen bundesweit sowieso zu. September wird der 19. Welche Rechtsgrundlagen gelten für die Bundestagswahl? In Preußen galt beispielsweise das Dreiklassenwahlrecht: Je mehr Steuern ein Wahlberechtigter zahlte, desto mehr zählte seine Stimme. Wie wird eine Stimme ungültig? Das Wahl-ABC zur Bundestagswahl 2017 | mehr, Was unterscheidet die Bundestagswahl von Wahlen in autoritär regierten Ländern? Mit der Erststimme können die Wähler allerdings für etwa die Hälfte aller Sitze - nämlich für die 299 Direktmandate in den Wahlkreisen - selbst bestimmen, wer ins Parlament einzieht. 42 Parteien und 111 Einzelbewerber stellen sich zur Wahl. Dadurch sollen die Abgeordneten in Berlin die Verbindung zu den Wähler/-innen nicht verlieren. Jeder siegreiche Wahlkreiskandidat darf aber in den Bundestag einziehen. Wenn der Bundestag gerade nicht tagt, sind Bundestagsabgeordnete häufig in ihrem Wahlkreis unterwegs und beschäftigen sich mit den Problemen vor Ort. Wie wird der Bundestag gewaehlt? Da Deutschland in 299 Wahlkreise eingeteilt ist, gibt es 299 Direktmandate. Frauen waren beispielsweise bis 1919 von den Reichstagswahlen ausgeschlossen. Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. Dieser Artikel wurde ausgedruckt unter der Adresse: www.tagesschau.dehttps://www.tagesschau.de/inland/btw17/kurzerklaert-wie-wird-der-bundestag-gewaehlt-101.html, #kurzerklärt: So wird der Bundestag gewählt. Ein Überblick. Momentan besteht der Bundestag aus (mindestens) 598 Abgeordneten. #kurzerklärt: Überhangmandate18.09.2017, Nele Pasch, SWR. Zum Beispiel: Eine Partei gewinnt in einem Bundesland acht Direktmandate, aber nach den Zweitstimmen bekäme sie nur sechs Sitze. Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Regulär sitzen 598 Abgeordnete im Bundestag - durch Überhang- und Ausgleichsmandate werden es voraussichtlich nach der Wahl wieder deutlich mehr sein. Das seit 2013 geltende Wahlrecht lässt auch bei der Bundestagswahl 2017 ein sehr großes Parlament erwarten. Aufgrund von Überhangmandaten saßen in den meisten Wahlperioden aber mehr Volksvertreter im Parlament als im Gesetz vorgesehen. Weil aber für einen Sitz der CSU durch den beschriebenen Effekt deutlich weniger Stimmen erforderlich waren als bei den anderen Parteien, bekamen die anderen Parteien entsprechend auch mehr Sitze. Kommt es zu einer größeren Zahl von Überhangmandaten, ist diese Verzerrung nicht mehr mit dem Grundgesetz vereinbar, entschied das Bundesverfassungsgericht 2012. Je mehr Stimmen eine Partei bekommt, desto mehr Kandidaten von ihren Landeslisten ziehen in den Bundestag ein. Im Grundgesetz der Bundesrepublik ist Folgendes festgelegt: "Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages werden in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt". 80.000 Deutsche dürfen nicht wählen, weil sie eine Behinderung haben. Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten Das vierstufige Verfahren bei der Berechnung der Sitzverteilung kann das Entstehen von Überhang- und Ausgleichsmandaten begünstigen - sogar ganz ohne die klassischen Überhangmandate infolge des Stimmensplittings. Überhangmandate können entstehen, wenn viele Wähler ihre Erst- und Zweitstimme unterschiedlichen Parteien geben, also ihre beiden Stimmen splitten. Entscheidend für die Zusammensetzung des Bundestages sind jedoch die Zweitstimmen-Anteile der einzelnen Parteien. Wenn beispielsweise Partei A bundesweit 20 Prozent der Zweitstimmen erhalten hat, stehen ihr 20 Prozent der Sitze im Bundestag zu. Niemand darf auf Wähler/-innen Druck ausüben, damit sie eine bestimmte Person oder Partei wählen oder nicht wählen. Das Zweitstimmenergebnis bildet seither wieder die Zusammensetzung des Bundestages ab. Insgesamt sind 61,5 Millionen Menschen bei der Bundestagswahl 2017 wahlberechtigt - etwa drei Millionen von ihnen zum ersten Mal. Sie dienen dazu, dass jede gewählte Person sicher einen Sitz bekommt. Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen. | mehr. Auch Sie dürfen wählen! Kritisiert wird die Fünf-Prozent-Klausel (oder Sperrklausel), weil die Stimmen, die für kleinere Parteien abgegeben werden, dadurch nicht gezählt werden. Das Abschneiden der CSU in Bayern kann aufgrund des Wahlrechts zu Ausgleichsmandaten für die anderen Parteien führen. Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an: Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen. Im Ausland lebende Deutsche dürfen in der Regel auch wählen. Überhangmandate entstehen, wenn eine Partei A bei den Bundestagswahlen in einem Bundesland viele Direktmandate durch Erststimmen gewinnt, ihr nach dem Zweitstimmenergebnis aber weniger Sitze zustehen. Auch wenn in den nächsten Bundestag sieben statt wie bisher nur fünf Parteien einziehen sollten, könnte das deutlich mehr Ausgleichsmandate bedeuten. Ja und Nein. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Bei der Berechnung der Sitzverteilung wird im ersten Schritt eines Mindestsitzzahl für jedes Bundesland ermittelt - und zwar unabhängig von der Wahlbeteilung, sondern allein auf Basis der Zahl der deutschen Staatsbürger im jeweiligen Bundesland. | mehr, Millionen Erwachsene dürfen bei der Bundestagswahl nicht abstimmen, weil sie keinen deutschen Pass besitzen. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Das war in Deutschland nicht immer so. "Durch die Änderung soll das Wahlgeheimnis und der Schutz der Wahl vor unrechtmäßiger Einflussnahme auf die Wahlentscheidung durch Dritte gestärkt werden: das Fotografieren und Filmen in der Wahlkabine ist ausdrücklich verboten (§ 56 Absatz 2 Satz 1). Dabei werden Mindestsitzzahlen für jedes Bundesland sowie Mindestsitzzahlen für jede Partei in jedem Bundesland ermittelt - einschließlich aller Direktmandate und möglicher Überhangmandate. Welche Grundsätze gelten für die Bundestagswahl? Jeder Wähler hat zwei Stimmen: eine Erst- und eine Zweitstimme. Heißt: Sie hat zwei Überhangmandate bekommen. Die Zweitstimme entscheidet über die Zusammensetzung des Bundestages. Wer steht zur Wahl? Der Anteil einer Partei im Parlament ist also unabhängig von der Zahl der Erststimmen. Regulär sitzen 598 Abgeordnete im Parlament - durch Überhang- und Ausgleichsmandate steigt diese Zahl voraussichtlich auf deutlich mehr als 600. Bei der Bundestagswahl 2013 ging ein vergleichsweise hoher Anteil der Zweitstimmen in Bayern an Parteien, die bundesweit an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterten. Bei der Bundestagswahl hat jeder Wähler zwei Stimmen. Der Bundeskanzler/die Bundeskanzlerin wird vom Bundestag gewählt. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Mit diesem Prinzip ist sichergestellt, dass jede Region im Bundestag vertreten ist. 80.000 Deutsche dürfen nicht wählen, weil sie eine Behinderung haben. Denn Ausgleichsmandate sind beim aktuellen Wahlrecht nicht nur möglich, wenn eine Partei über die Direktmandate mehr Sitze in einem Bundesland gewinnt, als ihr gemäß Zweitstimmenergebnis dort zustehen. Die Diskussion, ob Selfies und Videos aus der Wahlkabine, auf denen man die Wahlentscheidung erkennen kann, verboten werden sollen, wurde durch eine Änderung der Bundeswahlordung am 23. Der Bundestag setzt sich gemäß § 1 Bundeswahlgesetz (BWahlG) aus mindestens 598 Abgeordneten zusammen. Über dieses Thema berichteten das nachtmagazin am 24. Die übrigen 299 werden über die Landeslisten der Parteien gewählt. Das Bundestagswahlrecht, das im Bundeswahlgesetz festgelegt ist, beruht auf dem Prinzip der personalisierten Verhältniswahl mit einer Fünfprozenthürde. Deshalb bekam die nur in Bayern antretende CSU bei der Aufteilung der Sitze des Bundeslandes entsprechend mehr Mandate: Mit einem Zweitstimmenanteil von 49,3 Prozent in Bayern (bundesweit waren es 8,1 Prozent) standen ihr mindestens 56 der 92 Sitze zu, die dem Freistaat unabhängig von der unterdurchschnittlichen Wahlbeteiligung garantiert waren. In den neuen Bundestag ziehen alle Wahlkreisabgeordneten ein, die in den 299 Wahlkreisen die jeweilige Mehrheit der Erststimmen gewinnen. Die Wähler entscheiden mit ihren Stimmen, welche Abgeordneten aus den Wahlkreisen und über die Landeslisten der Parteien ins Parlament einziehen. Der Ablauf der Bundestagswahl ist auf verschiedenen Ebenen geregelt. Wählen mit Brief-Wahl: Antrag für einen Wahl-Schein, Wählen mit Briefwahl: Den Brief abschicken, Materialien der LpB BW zur Bundestagswahl, Veranstaltungen zur Bundestagswahl für Schulen, Allgemeine Veranstaltungen zur Bundestagswahl 2017, Inklusive Veranstaltungen zur Bundestagswahl 2017, Karl-Rudolf Korte: Wahlrechtsgrundsätze (auf bpb.de), Deutsches Historisches Museum: Das Preußische Dreiklassenwahlrecht, FAZ: Regierung will Smartphones in Wahlkabinen verbieten, Grundgesetz: Der Bundestag (Artikel 38 bis 49), Grundsätzliche Prinzipien der Bundestagswahl sind im, Genauere Bestimmungen zu Wahlsystem, Wahlrecht und Wahlablauf findet man im, Viele Regelungen zur praktischen Durchführung der Wahlen finden sich in der. Der Grundsatz bedeutet aber auch, dass Wahlkreise etwa gleich groß sein müssen. Dazu dient beispielsweise die Wahlkabine und die Abstimmung durch einen Wahlzettel (keine mündliche Abstimmung). Die Wähler entscheiden mit ihren Stimmen, welche Abgeordneten aus den Wahlkreisen und über die Landeslisten der Parteien ins Parlament einziehen. Trotzdem darf die Partei alle acht direkt gewählten Kandidaten in den Bundestag schicken. Dabei gilt das Prinzip: Wer die meisten Erststimmen in einem der 299 Wahlkreise erhalten hat, zieht in den Bundestag ein (relative Mehrheitswahl). Welche Stimme ist bei der Bundestagswahl die entscheidende? Was ist wichtiger: die Erst- oder die Zweitstimme?