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Notwehrblog

21. Oktober 2020 by Gerd Normann

Hallo,

eigentlich wollte ich einen kleinen Überblick geben über die verschiedenen Programme, an denen ich gerade arbeite. Jetzt muss ich aber doch erst ein anderes Thema einschieben und zwar den Blog, den ich grad eröffnet habe und für den dieser Text gedacht ist. Es hat nämlich durchaus einige Reaktionen auf den ersten Text gegeben. Mit einer kurzen Schilderung der Notwehrsituation und dem Link zum Blog hatte ich einige mails verschickt, sowie ein paar  Facebookgruppen in denen ich bin mit einem Hinweis versehen. Schon kurz darauf kamen die ersten Antworten wie „lange nichts von dir gehört“, „wusste gar nicht, dass du schreiben kannst“ oder „gefällt mir“. Aber es waren auch welche dabei, die ihre eigene Situation schilderten. Es handelte sich dabei nicht nur um Künstlerkollegen, sondern auch um branchenferne Freiberufler und Soloselbstständige. Im Groben fühlten sich alle ähnlich einem Hirschkäfer, der auf dem Rücken liegt und nicht mehr auf die Beine kommen wird, wenn in Kürze niemand erscheint, um ihn umzudrehen. Da könnte man einwenden, wenn er lange genug zappelt und schaukelt, wird er es schon irgendwie schaffen. Ja, aber es muss erst existenzbedrohend werden, damit er die Kraft findet. Und die Kräfte findet man nur, wenn man eine Portion Wut in sich spürt. Und in diesem Stadium befinden sich gerade die meisten von uns. Aus allen Antworten sprach die gleiche Emotion: Frust und Wut. Und das Bedürfnis sich mitzuteilen ist der erste Schritt wieder auf die Beine zu kommen. Ein Kollege gab mir den Rat, den Blog auch für andere Autoren zu öffnen und auch die Kommentarmöglichkeit zuzulassen. Die hatte ich ja mit Absicht nicht zugelassen, um … na ja … es gibt halt sonne und sonne Kommentare, nicht wahr. Er glaubt, dass der Blog durchaus auf fruchtbaren Boden fallen könnte und durch andere Autoren und die Kommentarmöglichkeit eine größere Öffentlichkeit herzustellen sei. So könnte man die Wut und den Frust vielleicht bündeln und gemeinsam wieder auf die Beine kommen … und demjenigen, der einen umgeschmissen hat, mal auf die Finger klopfen.

Darüber habe ich jetzt eine Nacht geschlafen und mich dazu entschlossen, seinen Rat zu befolgen. Das heißt, der Blog wird irgendwann eine eigene Internetpräsenz bekomme und nicht mehr auf meiner Seite zu finden sein. Er wird den Namen „Notwehrblog“ bekommen. Jetzt geht’s erstmal darum Autoren und Autorinnen zu finden … obwohl das momentan nicht allzu schwer sein dürfte. Bis es soweit ist, werde ich natürlich hier schön weiterschreiben und auch diesen Blog für Kommentare freigeben.

Unsere Show „Der (ganz) Blaue Bock) am Samstag im Hasper Hammer in Hagen fällt wegen Corona aus. Ich habe aber Ersatz gefunden und zwar einen unbezahlten Auftritt in einem Berliner Hinterhof. So weit ist es schon gekommen, dass man nur noch heimlich in Hinterhöfen und vorgehaltenem Mundschutz spielen kann. Ansonsten geht’s mir gut, ich hoffe, euch auch. Bis dahin, Gerd.


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