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Heiße Nächte in Bromskirchen

Westfalenpost vom 12.7.2017

Wild Bill Ömmes hat Liebeskummer in Eversberg

Ramón Reineke

EVERSBERG.   Die Twersbraken und Ranger Wild Bill Ömmes können auch erotisch. Das haben sie beim neuen Programm in Eversberg gezeigt.

Die Twersbraken und Ranger Wild Bill Ömmes haben die Kokolores-Kleinkunstbühne in Markes Haus mit ihrem neuen Programm „Heiße Nächte in Bromskirchen!“ gerockt. Im Mittelpunkt stehen die Themen Liebe, Romantik und Erotik – und die anderen Auswirkungen auf den heißblütigen Charakter und das Liebesleben der Sauerländerinnen und Sauerländer.

Neues Programm

Als Rahmenhandlung dient der traurige Ranger, der unter starkem Liebeskummer leidet, da ihm kürzlich seine Freundin weggelaufen ist. Überrascht von der Tatsache, dass der Ranger überhaupt eine Freundin hatte, bemühen die Twersbraken ihr komplettes Repertoire an Liebestipps und -tricks, um ihren Freund aus seiner Krise zu befreien.

Die 120 Zuschauer im Saal von Markes Haus hatten eine Menge zu lachen, denn das neue Programm steht in seiner Brillanz dem ersten in keiner Weise nach. Nebenher werden die romantischen Theken und Autobahnbrücken des Sauerlandes einer satirischen Analyse unterzogen und eine bestimmte Art von Männern besungen, die die sauerländischen Partnerbörsen, also die Schützenfeste, bevölkern.

Die Twersbraken und der Ranger sorgen für gute Stimmung.

Im Rahmen einer schnell anberaumten Männerrunde erzählt Ranger Ömmes schließlich von seiner Ex-Freundin, der er sogar ein Lied geschrieben hat, welches die Twersbraken natürlich auch sofort spielen können. Im Stile des großartigen Peter Alexander und seiner Version des Elvis-Klassikers „Are you lonesome tonight“ singt und spricht Ranger Ömmes schließlich über seine Liebe zur „kleinen Walkerin“, die sich mit einem Jogger aus dem Staub gejoggt hat.

Nach der Pause bewiesen die Twersbraken mit ihrem neuen Lied „Sauerländer Mädkes“, dass sie die einzige, die älteste und beweglichste Boygroup des Sauerlandes sind. Denn „Heuers Seiner“ legt eine hocherotische Performance hin und als Yoga-Guru Hubert Pradesh hinzustößt, flippt das Publikum förmlich aus. Schon zu diesem Zeitpunkt fordert es vehement Zugaben.

Damit Ömmes im Umgang mit Frauen besser geschult ist, bringen die Twersbraken ihm anhand einer leeren Kiste Bier einige Stellungen des Sauerländer Kamasutras bei. Ömmes’ Tanzeinlagen bei nahezu jedem Lied der Twersbraken lockern die Stimmung der Zuschauer zusätzlich auf und besonders gegen Ende der Veranstaltung setzt er noch einen oben drauf.

Bühnenreifer Tango

Er bringt, zusammen mit einer überraschten Zuschauerin, einen ohne Zweifel bühnenreifen Tango aufs Parkett. Dafür ernteten die beiden tobenden Applaus, der sich bis zum Ende der Zugaben hinzog. Dort zogen die Twersbraken dann mit den Songs „Stimme der Heimat“ und „Wenn der Wind weht“ alle Stimmungsregister. Das Publikum war begeistert und selbst Ranger Ömmes hatte sein seelisches Tief überwunden.

 

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